Archiv für April, 2009
Drückjagdoptik
Ich hatte bisher ein Zeiss Z-Point und ein Swarovski 1,5-6×42 Absehen 4 auf meiner BAR. Beides für sich Spitzenoptiken, ich möchte jetzt aber auf meiner neuen Bar Long Trac alles in einem Glas kombinieren,
1. einen Leuchtpunkt zur schnelleren Zielerfassung,
2. die Möglichkeit mit beiden Augen offen zu gucken, also unterer Vergrößerungsbereich maximal 1,25,
3. die Möglichkeit der bis zu sechsfachen Vergrößerung, da ich auch mal an der Feld-Waldkante sitze und auf 100m ein Kitz schiessen können möchte. Da ist mir eine Vergrößerung von 4x zu wenig.
Daher werde ich auf die Long Trac ein Swarovski Z6i 1-6×24 montieren lassen. Das ist nach meiner Recherche das beste (allerdings auch teuerste) Drückjagdglas auf dem Markt.
Wer sich mit einem 1-4×22 begnügen kann, kommt meiner Meinung auch mit dem Meopta Meostar mit K-Dot Absehen aus, das gibt es schon für 700 Euro. In Tests liegt zwar die Lichttransmission mal ein Prozentpünktchen hinter den Premiummarken, aber bei einem ausschliesslich tagsüber genutzen Drückjagdglas spielt das für mich keine entscheidene Rolle. Dafür kostet es nicht mal die Hälfte eines Premiumglases. Ich habe es bisher nur in Jagdgeschäften in der Hand gehabt und noch nicht in der Natur testen können, aber es scheint mir eine echte Alternative zu sein. Es ist neuerdings auch mit Zeiss Schiene erhältlich.
Jagdgelegenheit gesucht
Ich suche Jagdgelegenheiten im norddeutschen Raum.
Dazu zählen für mich in die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Also im Wesentlichen alles, was in zwei Autostunden von Berlin oder Hamburg erreicht werden kann.

Ich freue mich über jedes Angebot, sei es ein Einzelabschuss, eine Drückjagdeinladung, ein Begehungsschein oder was auch immer.
Ob für den Ansitz an der Kirrung bei Mondschein oder die eine Erntejagd am Mais oder Raps auf Schwarzwild, die Bockjagd, eine Bewegungsjagd oder einfach Ansitz oder Pirsch auf weibliches Rehwild, Damwild, Rotwild, Sauen oder Raubwild, alle Angebote sind willkommen. Ebenso natürlich Niederwildjagden z.B. Treibjagden auf Hasen und Fasanen, Taubenjagd, Ansitz am Enten- und Gänsestrich oder dergleichen.
Waidgerechte Jagd ist für mich selbstverständlich, Wildpretübernahme gerne möglich.
Ich bin am besten über dieses Kontaktformular zu erreichen:
Selbstladebüchse Browning Bar Long Trac
Ich habe mir kürzlich als Drückjagdwaffe eine Browning (FN) Bar Long Trac im Kaliber .30-06 mit Gelan Handspannung zugelegt, da ich zu dem Schluss gekommen bin, dass diese als Drückjagdwaffe das Optimum für mich darstellt. Da ich mir darüber recht viele Gedanken gemacht hatte, will ich die Entscheidung kurz erläutern.
Mir ist klar das es unter Waidmännern erhebliche Vorbehalte gegenüber Selbstladebüchsen gibt. Wer mit einer solchen bei einer Drückjagd erscheint, wird schnell als unwaidmännischer Schiesser dargestellt. Dies halte ich jedoch für Unsinn. Unwaidmännisch kann immer nur der Schütze sein, drei Schuss in schneller Folge parat zu haben, kann alleine nichts Schlechtes sein. Es erscheint mir deutlich waidmännischer, mit einer Selbstladebüchse noch schnell einen dritten Schuss auf eine kranke Sau abgeben zu können, bevor diese das schützende Dickicht erreicht, als mit einer Doppelbüchse, bei der es erheblich länger dauert, bis man einen dritten Schuss geladen hat, die kranke Sau davonkommen zu lassen. Daher stellen für mich Selbstladebüchsen das Optimum in Sachen Drückjagdwaffe dar.
Vorher hatte ich eine BAR I in .300 Win Mag. An der hat mich jedoch gestört, dass
1. der Verschluss nur offen gehalten werden konnte, wenn der letzte Schuss raus war und das leere Magazin ihn blockierte,
2. das Magazin nur herausschwenkbar war (bzw. dann auch komplett entnehmbar, aber eben kein Steckmagazin)
3. die Hülsen manchmal (bei höherem Verschmutzungsgrad der Waffe) nicht komplett ausgeworfen wurden, sondern mit dem hinteren Teil zwischen Verschluss und Auswurffenster festklemmten.



Die Bar Long Trac hat einen Verschlussfang und ein Steckmagazin, was ein Magazinwechsel/Nachladen gegenüber einem Schwenkmagazin erleichtert. Die Bar II hat auch den Verschlussfang, aber noch das Schwenkmagazin, es gibt aber auch ein Umrüstkit auf Steckmagazin.
Die Bar ist eine der bewährtesten und meistverkauften SLBs der Welt.
Kaliber
An sich ist mir die .300 Win Mag lieber als die .30-06, weil sie deutlich rasanter ist und ich mir damit weniger Gedanken über den Vorhaltewinkel machen muss. Der Vorteil der .30-06 liegt allerdings darin, dass sie
1. keinen Gürtel hat (das Auswurfproblem soll wohl vor allem bei Gürtelhülsen aufgrund der Hecklastigkeit auftreten),
2. billigere Übungsmunition verfügbar ist (für die .300 Win Mag gibt es kaum Munition unter 35 Euro, für die .30-06 gibt es Cineshot für 15 Euro),
3. weniger unter der kurzen Lauflänge von 51 cm “leidet”.
Die 9,3×62 wäre grundsätzlich auch eine interessante Alternative, sie hat keinen Gürtel, kommt mit dem kurzen Lauf gut zurecht, ist aber langsamer als die .30-06 und die Munition teurer. Aber immerhin ist Cineshot verfügbar, wenngleich auch nicht ganz so günstig wie für die .30-06.
Desweiteren erhoffe ich mir auch eine höhere Wildbretschonung vom Kaliberwechsel. Die .300 WinMag ist so stark, dass das eine oder andere Kitz mit der Erlegung auch schon aufgebrochen war. Dies ist aber natürlich vor allem eine Frage des Geschosses, nicht des Kalibers. Teilmantelgeschosse auf schwaches Rehwild sind sicher nicht optimal, bei der neuen Waffe werde ich das recht harte Kupferjagdgeschoss von Möller verwenden.
Handspannung
Neben der Sauer 303 gibt es meines Wissens nach keine weitere SLB mit Handspannung. Die Sauer 303 war mir zu teuer, selbst wenn die Magazine funktionieren würden, was derzeit noch nicht der Fall ist. Dennoch wollte ich gerne eine SLB mit Handspannung haben. Dies liegt daran, dass ich die Waffe auch mal als Durchgehschütze oder auf der Pirsch verwenden möchte und die Bar normalerweise nur eine nicht sehr vertrauenserweckende Druckknopfsicherung im Abzugsbügel hat. Nur mit dieser gesichert möchte ich nicht mit einer geladenen Waffe auf der Schulter rumlaufen, wenn man sie unterlädt hat man aber nur noch einen Schuss in Reserve, daher habe ich mir die Bar mit Gelan Handspannung gekauft, so kann ich sie dreischüssig sicher führen. Ich glaube die Bar mit Handspannung wurde in Deutschland nur von Frankonia vertrieben, auf dem Gebrauchtmarkt ist sie jedenfalls sehr selten, man kann die Handspannung aber auch nachrüsten.
Wenn man die SLB nur auf dem Stand lädt, sichert und in die Ecke stellt, braucht man natürlich keine Handspannung, wenn man die Waffe wie ich auch mal auf der Schulter mit sich rumtragen möchte ist das aber eine sehr beruhigende Zusatzfunktion.
Eine Marktübersicht verschiedener Selbstladebüchsen aus 11/2007 findet sich hier.
Nachtrag: Der aktuellen Wild und Hund (Heft 21/2009) liegt ein Sonderdruck mit einem Vergleichstest von neun Selbstladebüchsen bei.
Patrick Flanigan
Wem das Bob Munden Video gefallen hat, den wird das hier auch begeistern können, Patrick Flanigan in Aktion:
