Archiv für May, 2009
Drei Schweinchen am Raps
Gestern abend saß ich an einem Knick, vor mir ein etwa 100 Meter breiter Streifen Wiese, links davon der Wald und rechts davon der Raps. Gegen 20.30h kam eine Rotte Schwarzwild, zwei Bachen und etwa 10 Frischlinge, die Rapskante entlanggezuckelt. Als sie etwa 80 Meter von mir kurz stehen blieben, schoss ich mit der 7×64 und dem 10,7g Geco TM auf zwei Frischlinge, die hintereinander standen. Beide lagen sofort, die restlichen Sauen verschwanden im Raps.
Eine Dreiviertelstunde später kamen ein Stück weiter entfernt, etwa 120 Meter, vier Überläufer aus dem Raps und begannen in der Wiese zu brechen. Das am weitesten links stehende Stück beschoss ich kurz hinter das Blatt. Zwei der Überläufer flüchteten auf den Schuss hin in den Raps, der beschossene und ein weiterer flüchteten über die Wiese Richtung Waldkante. Wenige Meter vor dem Wald fiel das beschossene Stück tot um. Glück gehabt, denn die Waldkante war Grenze. Das andere Schweinchen verhoffte noch kurz am Waldrand und verschwand dann im Wald.
Wie sich herausstellte war das Stück eine Überläuferbache von etwa 30kg. Mit dem Herzschuss war sie noch etwa 70 Meter geflüchtet.
Leider habe ich keine Fotos mehr machen könnten, weil es schon zu dunkel war.
Bastspießer erlegt
Gestern konnte ich morgens um 6h einen Bock strecken. Ich schoss mit dem 11,5g TIG aus der 7×64 auf eine Entfernung von 50 Metern von einer Drückjagdkanzel, als der Bock aus dem Feld wieder in den Bestand wechseln wollte und an der Waldkante verhoffte. Der Bock zeichnete und flüchtete in den Wald, wo ich ihn nach 30 Metern fand. Der Bock wog aufgebrochen 13kg.
Fuchs und Achter Bock
Gestern Abend saß ich auf einer meiner Lieblingskanzeln mit Blick auf die Wiesen. Schon recht früh konnte ich auf große Entfernung einen Fuchs beobachten, der in der Wiese herumsprang und wohl versuchte Mäuse zu fangen. Das Gras war so hoch, dass meist nur sein Kopf zu sehen war, so dass ich von einem Schuss absah. Irgendwann fing er jedoch an in meine Richtung zu schnüren. Er kam immer näher auf mich zu, so dass ich mich fertig machte, die 7×64 entsicherte und einstach und am Pfosten des Hochsitzes anbackte. Als er fast bei mir war, nur noch knapp 30m entfernt, blieb er kurz stehen. Ich nutze die Gelegenheit zum Schuss. Er machte einen großen Satz und war verendet.
Als ich nach dem Schuss um mich blickte, sah ich, dass zu meiner rechten zwei Stück Rehwild absprangen, ein Bock und eine Ricke. Ich hatte die Wiese mehrfach sorgfältig abgeglast, sie jedoch vorher nicht entdeckt. Sie müssen wohl in der Wiese gelegen haben, zu flach, als dass ich sie hätte sehen können, und erst beim Schuss abgesprungen sein. Mist. Doch es war erst 19:45, vielleicht kommen sie ja noch einmal raus, dachte ich mir.
So kam es auch, etwa eine Stunde später. Ein Schmalreh, der Bock von vorhin, ein Achter(!) und ein älterer Spießer (den ich am nächsten Tag erlegte) kamen wieder auf die Wiese. Der Spießer und der Achter lieferten sich Kämpfe, ästen dann aber auch immer wieder eine Weile zusammen, bevor sie wieder aufeinander losgingen. Ein bisschen wie mein Bruder und ich früher, dachte ich
.
Nach einer Weile waren die beiden endlich mal wieder getrennt und der Achter stand breit. Ich hatte mir derweil eine perfekte Auflage geschaffen und schoss. Das 11,5 Gramm RWS TIG traf den Achter auf 130m aufs Blatt. Er verendete sofort am Anschuss.Wahnsinn, ein starker Achter mit leicht schaufeligen Stangen. Ein toller Bock. Er wog aufgebrochen 16kg.
Ein Schmalreh
Nachdem der Abend mir keinen jagdlichen Erfolg gebracht hatte, saß ich am folgenden Morgen erneut auf der überdachten Leiter an, in der Hoffnung einen weiteren Knopfbock oder ein Schmalreh erlegen zu können.
Nachdem der Morgen zunächst sehr nebelig war und ich die erste Stunde fast garnichts sehen konnte, verzog sich der Nebel mit der aufgehenden Sonne und gab mir den Blick auf die umliegenden Wiesen frei. Rechts konnte ich in der Entfernung zwei kantige Ricken sehen, die wohl kurz vor dem Setzen sein mussten, denn sie sahen aus als würden sie fast platzen.
Dann zogen mir gegenüber auf etwa 200m eine Ricke und ein Schmalreh in die Wiese und ästen langsam weiter in meine Richtung.
Als wie auf etwa 100 m herangekommen waren, und das Schmalreh einigermaßen breit stand, kam ich mit der .308 zu Schuss. Nach deutlichen Zeichnen und einer Fluchtstrecke von etwa 15m fiel das Schmalreh um und verendete. Die Ricke sprang zunächste 50m ab, blieb dann aber stehen sicherte zurück. Als sie nach etwa 10 Minuten immer noch nicht abspringen wollte, baumte ich dennoch ab und ging zum Stück.
Der Schuss saß gemäß gewähltem Haltepunkt (weil ich eingeladen war wollte ich Wildpretentwertung vermeiden) etwa 15cm hinter dem Blatt, der Ausschuss – da das Stück leicht schräg stand – direkt hinter dem Blatt gegenüber. Die Wirkung des Winchester 11,7g Silvertip war nicht zu beanstanden.
Das Schmalreh wog aufgebrochenen 11 Kilogramm.
Aufgang der Bockjagd 2009
Am 1. Mai 2009 war ich zum Aufgang der Bockjagd bei einem Freund in Niedersachsen eingeladen. Am Vorabend waren wir schon einmal im Revier um die Waffen Probe zu schiessen und konnten eine Vielzahl von Böcken bestätigen, darunter auch zwei Knopfböcke, um die ich mich “kümmern” durfte. So bezog ich am Morgen des 1. Mai noch in der Dunkelheit meine überdachte Leiter auf einer Wiese und harrte der Dinge die da kommen würden. Zunächst sah ich ca. 60m vor mir einen Fuchs herumschnüren, der zu wissen schien, dass ich ihn zu diesem Zeitpunkt pardonieren würde, um nicht meinen Erfolg auf Böcke zu gefährden.
Ich bekam einige Ricken zu sehen und dann mit dem Aufgang der Sonne kamen auch ein Schmalreh und ein Knopfbock in Anblick, jedoch weit entfernt am anderen Ende der Wiese. Langsam zogen sie in meine Richtung, jedoch für einen Schuss zu weit. Als sie drohten in ein Waldstück einzuwechseln, baumte ich ab und pirschte sie an. Zwischen uns lag noch ein Weidezaun an dem ich in gebückter Haltung entlangpirschte. Die beiden Stücke ästen am Waldrand entlang. Als der Bock auf etwa 80m breit stand, entschloss ich ich zum Schuss. Auf einem Zaunpfahl legte ich den Steyr Repetierstutzen im Kaliber .308 auf und schickte das Winchester 11,7g Silvertip auf die Reise.
Zu diesem Zeitpunkt war es bereits 07.06h und mein Jagdherr stand am anderen Ende der Wiese schon bereit um mich abzuholen.
Auf den Schuss hin sprang der Bock ohne groß zu zeichnen ab, das Schmalreh hinterher. Ich war mich sicher gut abgekommen zu sein, so dass ich sofort zum Anschuss ging. Als ich dort Lungenschweiss fand, war ich mir sicher, dass der Bock liegen würde. Trotzdem rief ich meinen Jagdherren an, der alles beobachtet hatte, um mit dessen Magyar Viszla die Totsuche zu machen. Der Hund fand den Bock schnell nach etwa 40m. Es war ein geringer Knopfbock. Der Schuss saß kurz hinterm linken Blatt, der Ausschuss auf dem rechten Blatt. Auf dem Bild sieht man gut den Schusskanal in der Lunge.
Ein gelungener Auftakt des neuen Jagdjahres!
