Archiv für Mai, 2010

.270 WSM Rehbock

Donnerstag, Mai 27, 2010
geschrieben von magnus

Vergangenes Wochenende erlegte ich erstmalig einen Rehbock mit der .270 WSM.
Ich saß auf einer offenen Kanzel am Waldrand mit Blick über Wiesen und auf einen großen See. Traumhafte Aussicht!
Gegen 20h trat der Bock aus, der wohl auch schon auf der Wiese äste als ich die Kanzel bezog. Jedenfalls stand ein Bock draussen, was ich auch rechtzeitig sah, der dann aber bei meinem Versuch unbemerkt auf den Hochsitz zu gelangen doch unruhig wurde und in den Bestand absprang.

Doch nicht mal eine Stunde später konnte er dem saftigen Grün auf der Wiese wohl nicht länger widerstehen oder hatte die Beunruhigung vergessen, jedenfalls stand er plötzlich wieder auf der Wiese. Die Entfernung betrug 175m und leider war die Aussicht, dass er näher zu mir ziehen würde, gering. Da ich von meinem drehbaren Ansitzstuhl aus jedoch die nahezu perfekte Auflage hatte, machte ich mich in aller Ruhe fertig und schoss. Die Patrone mit 9g Nosler AccuBond Geschoss hat eine GEE von 205m, so dass ich den Haltepunkt nicht verändern musste.

Der Schuss saß perfekt kurz hinter dem Blatt. Der Bock fiel auf der Stelle um, schlegelte noch kurz und war dann verendet. Als Waffe kam eine R 93 Professional mit kanneliertem Lauf und einem 3-12fachen Schmidt & Bender Glas zum Einsatz.

Der Bock, ein etwa lauscherhoher Spießer, wog aufgebrochen 15kg und war wohl 2 Jahre alt. Mit der Schusswirkung kann ich sehr zufrieden sein, allerdings verursachte das Geschoss doch erhebliche Hämatome, wie ich beim Zerwirken feststellte. Diese Erfahrung hatte ich auch schon bei einem Schmalreh und einem 90kg Keiler gemacht, die ein Jagdfreund mit der Waffe und Patrone erlegte hatte. Ob dies am Geschossaufbau oder an der hohen Geschwindigkeit (V0 1006 m/s) liegt, ist mir noch nicht ganz klar.

Online-Kommentar des gesamten deutschen Jagd- und Waffenrechts

Donnerstag, Mai 6, 2010
geschrieben von magnus

Das “Jun.i Institut für Jagd, Umwelt & Naturschutz” hatte einen Online-Kommentar des gesamten deutschen Jagd- und Waffenrechts online gestellt.

Das Jagd- und Waffenrecht begleitet den Jäger auf Schritt und Tritt. Es erschließt sich dem juristischen Laien meist nicht ohne Weiteres. Hinweise und Fundstellen sind überwiegend nur mit größtem Aufwand aufzufinden. Deshalb hat sich das Jun.i Institut für Jagd, Umwelt & Naturschutz entschlossen, das für Jäger, Schützen, Waffensammler, Behörden und sonst Interessierte bedeutungsvolle Recht, vor allem aber das Jagd- und Waffenrecht, online und interaktiv zu kommentieren – also in einer für Laien verständlichen aber dennoch präzisen Sprache.

Als erstes wurde der § 20 WaffG – Erben und Vererben von Waffen – und den § 13a BJagdG – Rechtsstellung der Mitpächter – kommentiert. Weitere Vorschriften sollen folgen.

Der Online-Kommentar findet sich hier:

http://waffenrecht.jagdrechtsblog.de/

Rothirsch gesichtet, Überläufer erlegt

Dienstag, Mai 4, 2010
geschrieben von magnus

Gestern morgen saß ich wieder auf einem meiner Lieblingshochsitze am Schilf. Von hier hatte ich im September zuletzt die Klumpen im Nebel gesehen.

Zunächst waren eine Ricke und ein Schmalreh zu sehen, allerdings von hier aus zu weit weg um das Schmalreh zu schiessen.
Dann stand plötzlich ein Rothirsch auf der Wiese. Ich dachte zunächst ich träume, denn Rotwild ist in diesem Revier höchst ungewöhnlich. Ich hatte hier noch nie Rotwild gesehen, erst recht keinen Hirsch! Ich zückte daher schnell meine Kamera (für diese Fälle habe ich mir kürzlich eine Panasonic Lumix DMC-ZX1, eine Pocketkamera mit 8-fach optischen Zoom, gekauft). Es war aber erst 5:35h und daher noch recht dunkel, daher sind die Bilder nicht besonders gut geworden. Aber zu Beweiszwecken reichen sie! So weit Dunkelheit und Bast dies zuliessen, habe ich den Hirsch als einen ungeraden Achter angesprochen.

Vom Fotografieren des Hirsches abgelenkt, wäre mir fast entgangen, dass zwei Überlaufer die Wiese auf der anderen Seite überquerten, wohl auf dem Rückweg aus dem Feld in den Wald. Diesen erreichte allerdings nur einer, denn als sie in einen langsamen Troll verfielen, trug ich dem anderen das KJG aus der Browning Long Trac auf etwa 130 Meter Entfernung an. Er lag sofort mit dem Schuss hochblatt. Es handelte sich um einen 30kg Überläuferkeiler.

Beim Bergen des Stückes sah ich, dass die Sauen die Wiese an der Stelle, an der ich den Überläufer erlegte, ganz schön zugerichtet haben. Damit hat es jetzt zumindest bei diesem Schweinchen ein Ende…

Schmalreh im Sonnenschein

Dienstag, Mai 4, 2010
geschrieben von magnus

Nach dem regnerischen Ansitz des Vortages freute ich mich Sonntag am Abend über das herrlich sonnige Wetter. Daher ging ich schon früh raus auf den Hochsitz, da ich hoffte, dass auch das eine oder andere Reh die Sonne würde geniessen wollen. So kam es auch. Ich saß kaum 20 Minuten, da raschelte es hinter mir im Bestand und eine Ricke sowie ein Schmalreh kamen auf die Wiese. Das Schmalreh war gerade einmal 15 Meter von mir entfernt. Vorsichtig spannte ich die Handspannung meiner Bar Longtrac und ging in den Anschlag. Ein paar Minuten lang zeigte sich das Schmalreh nur von hinten, dann stand es endlich breit und ich konnte um viertel nach sieben schiessen.

Da ich die Abweichung der Visierlinie von der Geschossflugbahn bei der geringen Entfernung nicht berücksichtigt hatte, traf ich etwas tief. Das Stück lag trotzdem im Knall. Die V0 von 1.007 m/s des KJG in .30-06 hauen schon gut hin. Allerdings stand das Schmalreh wohl doch noch etwas schräg, denn ich traf auf der Ausschussseite das Blatt, welches einige Zerstörung aufwies. Ich hab’s beim Zerwirken weggeschmissen, auch wenn man noch ein bisschen davon hätte retten können. Aber am Blatt eines 10kg Rehs ist ohnehin nicht viel dran.

Das Erdhügelböckchen

Dienstag, Mai 4, 2010
geschrieben von magnus

Sonntag morgen konnte ich mal wieder schon auf dem Weg zu meinem Hochsitz Beute machen. Ich wollte eigentlich auf der Wiese die Waldkante entlang pirschen um zu meinem Hochsitz zu gelangen. Doch als ich die Wiese betrat, sah ich schon ein Stück Rehwild darauf äsen. Es war noch sehr dunkel, so dass ich mich schwertat mit dem Ansprechen. Ich stellte mich hinter einen Drückjagdbock, der dort steht und beobachtete durch das Fernglas. Leider konnte ich den Sitz nicht besteigen, da die Leiter und der Einstieg direkt auf der dem Reh zugewandten Seite waren und es mich eräugt hätte.

Ich vermutete, dass es sich um einen Knopfbock handelte, so dass ich mich  hinter einem Erdhügel neben dem Drückjagdbock in den in den Liegendanschlag legte und für die letzte Gewissheit auf etwas mehr Tageslicht wartete. Nach ein paar Minuten war ich mir sicher und der Bock stand breit, so dass ich meine Waffe spannte, das Absehen 4 meines Swarovski Habicht 1,5-6×42 in Ziel brachte und abdrückte. Der Bock, ein geringer Spießer, noch im Bast, lag im Knall. Die Entfernung betrug 110 Meter.

Erstes Stück Wild mit dem KJG

Dienstag, Mai 4, 2010
geschrieben von magnus

Am Samstag abend konnte ich im allerletzten Licht einen Überläufer strecken.Ich saß auf der gleichen Kanzel, von der ich letztes Jahr drei Schweinchen an einem Abend erlegen konnte. Es regnete teilweise heftig an dem Abend. Die offene Kanzel hat zwar ein Dach, da sie aber auch für Drückjagden genutzt wird, sind die Seitenöffnungen sehr groß, so dass ich durch den leicht seitlich kommenden Regen sehr nass wurde. Zum Glück hatte ich nicht nur eine Goretex Jacke, sondern auch die Regenhose angezogen! Bis auf ein Damspießer und ein paar Hasen war nichts los bei mir. In der Ferne sah ich ein paar Stück Rehwild, die aber nicht annähernd in Schussnähe kamen.

Für Böcke endete das Büchsenlicht gegen 21:15h, ich endschied mich aber noch ein bisschen sitzen zu bleiben, da man Sauen durchaus noch ansprechen konnte bei dem Licht. Um 21:25h raschelte es hinter mir. Aus dem Raps kamen sechs Überläufer und fingen an auf dem Acker zu brechen. Sie standen nur etwa 25m etfernt. Da alle gleich groß waren, beschoss ich das erste frei und breit stehende Stück. Die 28kg Überläuferbache lag im Knall, die anderen fünf Überläufer gingen stiften. Mein erstes Stück Wild mit dem 8g KJG aus der .30-06!