Fuchs und Achter Bock
Gestern Abend saß ich auf einer meiner Lieblingskanzeln mit Blick auf die Wiesen. Schon recht früh konnte ich auf große Entfernung einen Fuchs beobachten, der in der Wiese herumsprang und wohl versuchte Mäuse zu fangen. Das Gras war so hoch, dass meist nur sein Kopf zu sehen war, so dass ich von einem Schuss absah. Irgendwann fing er jedoch an in meine Richtung zu schnüren. Er kam immer näher auf mich zu, so dass ich mich fertig machte, die 7×64 entsicherte und einstach und am Pfosten des Hochsitzes anbackte. Als er fast bei mir war, nur noch knapp 30m entfernt, blieb er kurz stehen. Ich nutze die Gelegenheit zum Schuss. Er machte einen großen Satz und war verendet.
Als ich nach dem Schuss um mich blickte, sah ich, dass zu meiner rechten zwei Stück Rehwild absprangen, ein Bock und eine Ricke. Ich hatte die Wiese mehrfach sorgfältig abgeglast, sie jedoch vorher nicht entdeckt. Sie müssen wohl in der Wiese gelegen haben, zu flach, als dass ich sie hätte sehen können, und erst beim Schuss abgesprungen sein. Mist. Doch es war erst 19:45, vielleicht kommen sie ja noch einmal raus, dachte ich mir.
So kam es auch, etwa eine Stunde später. Ein Schmalreh, der Bock von vorhin, ein Achter(!) und ein älterer Spießer (den ich am nächsten Tag erlegte) kamen wieder auf die Wiese. Der Spießer und der Achter lieferten sich Kämpfe, ästen dann aber auch immer wieder eine Weile zusammen, bevor sie wieder aufeinander losgingen. Ein bisschen wie mein Bruder und ich früher, dachte ich
.
Nach einer Weile waren die beiden endlich mal wieder getrennt und der Achter stand breit. Ich hatte mir derweil eine perfekte Auflage geschaffen und schoss. Das 11,5 Gramm RWS TIG traf den Achter auf 130m aufs Blatt. Er verendete sofort am Anschuss.Wahnsinn, ein starker Achter mit leicht schaufeligen Stangen. Ein toller Bock. Er wog aufgebrochen 16kg.

[...] der Achter aus dem [...]