Posts Tagged ‘.30-06’

Erstes Stück Wild mit dem KJG

Dienstag, Mai 4, 2010
geschrieben von magnus

Am Samstag abend konnte ich im allerletzten Licht einen Überläufer strecken.Ich saß auf der gleichen Kanzel, von der ich letztes Jahr drei Schweinchen an einem Abend erlegen konnte. Es regnete teilweise heftig an dem Abend. Die offene Kanzel hat zwar ein Dach, da sie aber auch für Drückjagden genutzt wird, sind die Seitenöffnungen sehr groß, so dass ich durch den leicht seitlich kommenden Regen sehr nass wurde. Zum Glück hatte ich nicht nur eine Goretex Jacke, sondern auch die Regenhose angezogen! Bis auf ein Damspießer und ein paar Hasen war nichts los bei mir. In der Ferne sah ich ein paar Stück Rehwild, die aber nicht annähernd in Schussnähe kamen.

Für Böcke endete das Büchsenlicht gegen 21:15h, ich endschied mich aber noch ein bisschen sitzen zu bleiben, da man Sauen durchaus noch ansprechen konnte bei dem Licht. Um 21:25h raschelte es hinter mir. Aus dem Raps kamen sechs Überläufer und fingen an auf dem Acker zu brechen. Sie standen nur etwa 25m etfernt. Da alle gleich groß waren, beschoss ich das erste frei und breit stehende Stück. Die 28kg Überläuferbache lag im Knall, die anderen fünf Überläufer gingen stiften. Mein erstes Stück Wild mit dem 8g KJG aus der .30-06!

Bewegungsjagd in Mecklenburg-Vorpommern

Sonntag, November 29, 2009
geschrieben von magnus

An diesem Wochenende war ich auf einer Ansitzdrückjagd in Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Ich saß auf einer etwa 50 Meter breiten Schneise auf einem offenen Hochsitz. Der Stand sah vielversprechend aus. Leider war dann im Verlauf der Jagd wenig los an meinem Sitz. Bei mir kamen nur ein Rehbock, ein Hund, ein Hase und ein Treiber, allesamt Kreaturen, die nicht gerne auf der Strecke gesehen werden. :lol: So blieb der Lauf meiner .30-06 kalt und ich Schneider.
Die Rehe konnte ich von meinem Hochsitz aus draußen im Feld (außerhalb der Reviergrenze) beobachten, wie sie sich von der Knallerei im Wald in sicherem Abstand hielten. So hätte ich es auch gemacht, schlaue Rehe!
Es lagen insgesamt 32 Stück Wild: ein Damtier, 16 Sauen, 14 Rehe und ein Fuchs.

Erste Drückjagd des Jagdjahres

Dienstag, November 10, 2009
geschrieben von magnus

Ich war neulich auf meiner ersten Drückjagd der Saison beim Forst Brandenburg. Leider ohne Erfolg. Dabei wollte ich doch meine Browning Bar Long Trac gerne mal einsetzen, die zwar immer noch kein Drückjagdglas hat, sondern immer noch das alte Swarovski 1,5-6×42, aber die ich inzwischen auf das 8g KJG in .30-06 eingeschossen habe.

Es lagen überhaupt nur fünf Stück Wild auf der Strecke, zwar ein Hirsch (ungerader Zehner), aber nur eine Sau und drei Stück Rehwild. Für 50 Schützen nicht gerade berauschend viel.

Ein Rudel Rotwild von etwa zwölf Stück kam zwar auch bei mir, aber auf 100 Meter Entfernung kann man in dem Stangenholz schon lange nicht mehr auf bewegte Ziele schiessen, weil sich die Bäume so hintereinader verschieben, dass kaum noch Lücken vorhanden sind. Zwar wurden ein paar schmale Schussschneisen geschlagen, aber das Wild überfällt diese Schneisen so schnell, dass an schiessen nicht zu denken ist.

Überhaupt ist man nach ein paar Stunden auf dem Hochsitz kurz davor, von den eintönigen Kiefernbeständen Depressionen zu bekommen! Da lob ich mir doch einen ausgewogenen Mischwald!

Selbstladebüchse Browning Bar Long Trac

Montag, April 13, 2009
geschrieben von magnus

Ich habe mir kürzlich als Drückjagdwaffe eine Browning (FN) Bar Long Trac im Kaliber .30-06 mit Gelan Handspannung für die Drückjagd zugelegt, da ich zu dem Schluss gekommen bin, dass diese als Drückjagdwaffe das Optimum für mich darstellt. Da ich mir darüber recht viele Gedanken gemacht hatte, will ich die Entscheidung kurz erläutern.

Mir ist klar das es unter Waidmännern erhebliche Vorbehalte gegenüber Selbstladebüchsen gibt. Wer mit einer solchen bei einer Drückjagd erscheint, wird schnell als unwaidmännischer Schiesser dargestellt. Dies halte ich jedoch für Unsinn. Unwaidmännisch kann immer nur der Schütze sein, drei Schuss in schneller Folge parat zu haben, kann alleine nichts Schlechtes sein. Es erscheint mir deutlich waidmännischer, mit einer Selbstladebüchse noch schnell einen dritten Schuss auf eine kranke Sau abgeben zu können, bevor diese das schützende Dickicht erreicht, als mit einer Doppelbüchse, bei der es erheblich länger dauert, bis man einen dritten Schuss geladen hat, die kranke Sau davonkommen zu lassen. Daher stellen für mich Selbstladebüchsen das Optimum in Sachen Drückjagdwaffe dar.

Vorher hatte ich eine BAR I in .300 Win Mag. An der hat mich jedoch gestört, dass
1. der Verschluss nur offen gehalten werden konnte, wenn der letzte Schuss raus war und das leere Magazin ihn blockierte,
2. das Magazin nur herausschwenkbar war (bzw. dann auch komplett entnehmbar, aber eben kein Steckmagazin)
3. die Hülsen manchmal (bei höherem Verschmutzungsgrad der Waffe) nicht komplett ausgeworfen wurden, sondern mit dem hinteren Teil zwischen Verschluss und Auswurffenster festklemmten.

BrandenburgSauenDrückjagdstand

Die Bar Long Trac hat einen Verschlussfang und ein Steckmagazin, was ein Magazinwechsel/Nachladen gegenüber einem Schwenkmagazin erleichtert. Die Bar II hat auch den Verschlussfang, aber noch das Schwenkmagazin, es gibt aber auch ein Umrüstkit auf Steckmagazin.

Die Bar ist eine der bewährtesten und meistverkauften SLBs der Welt.

Kaliber
An sich ist mir die .300 Win Mag lieber als die .30-06, weil sie deutlich rasanter ist und ich mir damit weniger Gedanken über den Vorhaltewinkel machen muss. Der Vorteil der .30-06 liegt allerdings darin, dass sie
1. keinen Gürtel hat (das Auswurfproblem soll wohl vor allem bei Gürtelhülsen aufgrund der Hecklastigkeit auftreten),
2. billigere Übungsmunition verfügbar ist (für die .300 Win Mag gibt es kaum Munition unter 35 Euro, für die .30-06 gibt es Cineshot für 15 Euro),
3. weniger unter der kurzen Lauflänge von 51 cm “leidet”.

Die 9,3×62 wäre grundsätzlich auch eine interessante Alternative, sie hat keinen Gürtel, kommt mit dem kurzen Lauf gut zurecht, ist aber langsamer als die .30-06 und die Munition teurer. Aber immerhin ist Cineshot verfügbar, wenngleich auch nicht ganz so günstig wie für die .30-06.

Desweiteren erhoffe ich mir auch eine höhere Wildbretschonung vom Kaliberwechsel. Die .300 WinMag ist so stark, dass das eine oder andere Kitz mit der Erlegung auch schon aufgebrochen war. Dies ist aber natürlich vor allem eine Frage des Geschosses, nicht des Kalibers. Teilmantelgeschosse auf schwaches Rehwild sind sicher nicht optimal, bei der neuen Waffe werde ich das recht harte Kupferjagdgeschoss von Möller verwenden.

Handspannung
Neben der Sauer 303 gibt es meines Wissens nach keine weitere SLB mit Handspannung. Die Sauer 303 war mir zu teuer, selbst wenn die Magazine funktionieren würden, was derzeit noch nicht der Fall ist. Dennoch wollte ich gerne eine SLB mit Handspannung haben. Dies liegt daran, dass ich die Waffe auch mal als Durchgehschütze oder auf der Pirsch verwenden möchte und die Bar normalerweise nur eine nicht sehr vertrauenserweckende Druckknopfsicherung im Abzugsbügel hat. Nur mit dieser gesichert möchte ich nicht mit einer geladenen Waffe auf der Schulter rumlaufen, wenn man sie unterlädt hat man aber nur noch einen Schuss in Reserve, daher habe ich mir die Bar mit Gelan Handspannung gekauft, so kann ich sie dreischüssig sicher führen. Ich glaube die Bar mit Handspannung wurde in Deutschland nur von Frankonia vertrieben, auf dem Gebrauchtmarkt ist sie jedenfalls sehr selten, man kann die Handspannung aber auch nachrüsten.
Wenn man die SLB nur auf dem Stand lädt, sichert und in die Ecke stellt, braucht man natürlich keine Handspannung, wenn man die Waffe wie ich auch mal auf der Schulter mit sich rumtragen möchte ist das aber eine sehr beruhigende Zusatzfunktion.

Nachtrag: Der Wild und Hund 21/2009 lag ein Sonderdruck mit einem Vergleichstest von neun Selbstladebüchsen bei.