Posts Tagged ‘98er’

Septemberbock

Mittwoch, Februar 11, 2009
geschrieben von magnus

An einem schönen Septemberabend im letzten Jahr saß ich auf einer offenen Kanzel mit Weitblick. Schon auf über 200m sah ich den Bock aus dem Bestand gegenüber austreten. Zum Glück kam er langsam weiter hinaus auf die freie Fläche und damit in meine Richung. Doch das Licht wurde langsam knapper, so dass ich mich gegen 19:45h zum Schuss auf etwa 120m entschloss. Ich hatte meinen 98er Repetierer im Kaliber 8x68S mit Brenneke Patronen mit dem 14,5g TOG dabei.  Das Geschoss traf den Gabler tiefblatt, er lief noch etwa 30-40m in meine Richtung und brach dann zusammen.

Das habe ich bei Böcken, die ich auf über 100m beschossen habe, schon öfter beobachten können. Anscheinend können sie nicht so genau orten wo der Schuss herkam und laufen daher nach dem Schuss in Richtung der nächsten Deckung, in diesem Fall genau auf mich zu. Bei Böcken, die ich auf 50m oder sogar darunter geschossen habe, kommt soetwas fast nie vor, sie flüchten vom Schussknall weg, auch wenn das nicht in Richtung der nächsten Deckung ist.

Beinahe unbeabsichtigte Schussabgabe

Donnerstag, Dezember 11, 2008
geschrieben von magnus

Heute will darüber berichten, wie ich aus meiner Jagdbüchse beinahe einen unbeabsichtigten Schuss abgegeben hätte, was durchaus zu einem Jagdunfall hätte führen können. Ich war auf der Pirsch nach einem passenden Rehbock, als ich plötzlich rechts vor mir im Bestand Bewegung vernahm. Ein Bock. Der Bock hatte mich zuerst wahrgenommen und war schon am abspringen, jedoch in Richtung des Weges, auf dem ich unterwegs war. Ich blieb wie angewurzelt stehen, nahm meine 98er Repetierbüchse von der Schulter, entsicherte die Flügelsicherung und ging in den Anschlag, da ich hoffte der Bock würde noch einmal auf dem Weg verhoffen. Genauso geschah es auch, wie so oft blieb der Bock noch für eine Sekunde auf der Mitte des Weges stehen und sicherte zu mir herüber. Ich war etwa 50 Schritt von ihm entfernt, stach ein, brachte das Absehen 4 hinter dem Blatt zum Stillstand und drückte ab.

Doch außer einem Klicken passierte nichts. Naja, außer dass der Bock, ein geringer Gabler, weiter absprang. Da ich mir plötzlich nicht mehr sicher war, ob ich wirklich eine Patrone in der Kammer oder noch unterladen hatte, hob ich den Kammerstengel und öffnete die Kammer. Im Nachhinein muss ich sagen zum Glück, denn es befand sich sehr wohl eine Patrone in der Kammer. Der Schuss hatte sich nicht gelöst, weil ich die Flügelsicherung in der Eile nicht ganz bis nach links unten geführt hatte, sondern die letzten Millimeter ausgelassen hatte. Dies war kaum sichtbar, daher hatte ich es in der Aufregung nicht bemerkt. Wie ich später feststellte, “hing” der Schuss an diesem letzten Millimeter. Hätte ich nach dem Abdrücken bemerkt, dass die Sicherung nicht vollständig umgelegt ist, und den Flügel komplett nach links unten gedrückt, hätte sich ein Schuss gelöst!! Zum Glück hatte ich den Fehler zunächst woanders vermutet und den Kammerstängel angehoben und somit die Waffe neu gespannt. Sonst wäre der Schuss unkontrolliert losgegangen.

7x64_detail_sicherung

Natürlich ist das ein Bedienfehler, aber gerade in der Eile kann das leicht mal passieren. Diesen Mechanismus konnte ich bei meinen beiden 98ern feststellen, so dass ich vemute, dass es bauartbedingt bei allen 98ern mit Flügelsicherung so sein wird. Seit dem achte ich immer darauf, die Flügelsicherung vollständig umzulegen.

Der extrem lange und gebogene Sicherungsflügel dieser Waffe begünstigte wohl auch diesen Vorfall.

IMG_0378

Damit dies nicht mehr passieren kann und um das Zielfernrohr niedriger montieren zu können, erwäge ich die Umrüstung auf eine Recknagel Secura Dreistellungssicherung oder eine AS.H., Niesser oder Seehuber Handspannung.
Ich werde berichten …