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Erster Bock ohne Ausschuss
Nachdem ich Sonntag abend und Montag nicht rausgehen konnte, war ich gestern wieder im Revier. Morgens war nicht viel los, aber abends hatte ich erst Rotwild vor (zwei Alttiere mit Kälbern) und habe später sogar noch einen Bock geschossen.
Ich saß auf einer Kanzel im Bestand, 70m von der Feldkante entfernt. Ich hatte diesen Sitz gewählt, weil ich in den Nähe Plätzstellen gefunden hatte und die Chance bestand, dass Rotwild in Anblick kommen würde. Dies hat sich ja auch bestätigt, nur war es nicht frei.
Gegen 21.30 stand dann plötzlich der Bock auf dem Weg und zog langsam Richtung Feldkante. Da der Bock sich weiter von mir entfernte und es durch die steigende Anzahl der zwischen uns liegenden Bäume daher immer schwerer wurde, den Bock in einer Lücke freizubekommen, ließ ich ein paar Töne aus dem Hubertus Fiepblatter erklingen. Doch die Reaktion erstaunte mich zunächst.
Zuerst dachte ich, der Bock würde abspringen, sah dann aber, dass er einen Bogen lief und wieder näher kam. Ich vermute er wollte sich Wind holen. So stand er plötzlich windabwärts von mir und zog in meine Richtung. Ich wusste ich musste handeln, oder er würde mich winden und abspringen. So ließ ich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit, als das Blatt zwischen ein paar Bäumen kurz sichtbar wurde, die Kugel aus dem Lauf.
Das 10,7g Geco Teilmantelgeschoss traf den Bock gemäß Haltepunkt halbspitz vorne auf dem rechten Blatt. Einen Ausschuss gab es nicht! Das war das erste Mal bei ca. 75 von mir mit der 7×64 erlegten Rehen, dass ich keinen Ausschuss hatte. Ich habe immer weiche Geschosse wie das 8g KS, 10,5g TIG, 11,5g TIG von RWS und das 10,7g TM von Geco verwendet, einen Ausschuss hatte ich bisher immer. Klar, der Weg diagonal durch den Wildkörper ist lang, aber letztes Jahr hatte ich bei einem vergleichbaren Schuss mit dem 11,5g TIG auch Auschuss. Das Teilmantelgeschoss scheint aber so weich zu sein, dass es sich unter Energieabgabe fast komplett zerlegt und dann kein Ausschuss mehr erfolgt. Ich konnte leider keinen Geschossrest finden. Jedenfalls war das linke Innenfilet einmal mittig zerschitten, sei es durch einen Geschosssplitter oder den Restbolzen.
Auf den Fotos ist auch die großflächige Zerstörung der Rippen auf der Einschussseite zu erkennen, das Herz war kaputt, Lunge natürlich auch und das Zwerchfell durchtrennt. Dass der Bock damit keinen Meter mehr ging, war daher naheliegend.
Drei Schweinchen am Raps
Gestern abend saß ich an einem Knick, vor mir ein etwa 100 Meter breiter Streifen Wiese, links davon der Wald und rechts davon der Raps. Gegen 20.30h kam eine Rotte Schwarzwild, zwei Bachen und etwa 10 Frischlinge, die Rapskante entlanggezuckelt. Als sie etwa 80 Meter von mir kurz stehen blieben, schoss ich mit der 7×64 und dem 10,7g Geco TM auf zwei Frischlinge, die hintereinander standen. Beide lagen sofort, die restlichen Sauen verschwanden im Raps.
Eine Dreiviertelstunde später kamen ein Stück weiter entfernt, etwa 120 Meter, vier Überläufer aus dem Raps und begannen in der Wiese zu brechen. Das am weitesten links stehende Stück beschoss ich kurz hinter das Blatt. Zwei der Überläufer flüchteten auf den Schuss hin in den Raps, der beschossene und ein weiterer flüchteten über die Wiese Richtung Waldkante. Wenige Meter vor dem Wald fiel das beschossene Stück tot um. Glück gehabt, denn die Waldkante war Grenze. Das andere Schweinchen verhoffte noch kurz am Waldrand und verschwand dann im Wald.
Wie sich herausstellte war das Stück eine Überläuferbache von etwa 30kg. Mit dem Herzschuss war sie noch etwa 70 Meter geflüchtet.
Leider habe ich keine Fotos mehr machen könnten, weil es schon zu dunkel war.
Fuchs und Achter Bock
Gestern Abend saß ich auf einer meiner Lieblingskanzeln mit Blick auf die Wiesen. Schon recht früh konnte ich auf große Entfernung einen Fuchs beobachten, der in der Wiese herumsprang und wohl versuchte Mäuse zu fangen. Das Gras war so hoch, dass meist nur sein Kopf zu sehen war, so dass ich von einem Schuss absah. Irgendwann fing er jedoch an in meine Richtung zu schnüren. Er kam immer näher auf mich zu, so dass ich mich fertig machte, die 7×64 entsicherte und einstach und am Pfosten des Hochsitzes anbackte. Als er fast bei mir war, nur noch knapp 30m entfernt, blieb er kurz stehen. Ich nutze die Gelegenheit zum Schuss. Er machte einen großen Satz und war verendet.
Als ich nach dem Schuss um mich blickte, sah ich, dass zu meiner rechten zwei Stück Rehwild absprangen, ein Bock und eine Ricke. Ich hatte die Wiese mehrfach sorgfältig abgeglast, sie jedoch vorher nicht entdeckt. Sie müssen wohl in der Wiese gelegen haben, zu flach, als dass ich sie hätte sehen können, und erst beim Schuss abgesprungen sein. Mist. Doch es war erst 19:45, vielleicht kommen sie ja noch einmal raus, dachte ich mir.
So kam es auch, etwa eine Stunde später. Ein Schmalreh, der Bock von vorhin, ein Achter(!) und ein älterer Spießer (den ich am nächsten Tag erlegte) kamen wieder auf die Wiese. Der Spießer und der Achter lieferten sich Kämpfe, ästen dann aber auch immer wieder eine Weile zusammen, bevor sie wieder aufeinander losgingen. Ein bisschen wie mein Bruder und ich früher, dachte ich
.
Nach einer Weile waren die beiden endlich mal wieder getrennt und der Achter stand breit. Ich hatte mir derweil eine perfekte Auflage geschaffen und schoss. Das 11,5 Gramm RWS TIG traf den Achter auf 130m aufs Blatt. Er verendete sofort am Anschuss.Wahnsinn, ein starker Achter mit leicht schaufeligen Stangen. Ein toller Bock. Er wog aufgebrochen 16kg.
Ein Schmalreh
Nachdem der Abend mir keinen jagdlichen Erfolg gebracht hatte, saß ich am folgenden Morgen erneut auf der überdachten Leiter an, in der Hoffnung einen weiteren Knopfbock oder ein Schmalreh erlegen zu können.
Nachdem der Morgen zunächst sehr nebelig war und ich die erste Stunde fast garnichts sehen konnte, verzog sich der Nebel mit der aufgehenden Sonne und gab mir den Blick auf die umliegenden Wiesen frei. Rechts konnte ich in der Entfernung zwei kantige Ricken sehen, die wohl kurz vor dem Setzen sein mussten, denn sie sahen aus als würden sie fast platzen.
Dann zogen mir gegenüber auf etwa 200m eine Ricke und ein Schmalreh in die Wiese und ästen langsam weiter in meine Richtung.
Als wie auf etwa 100 m herangekommen waren, und das Schmalreh einigermaßen breit stand, kam ich mit der .308 zu Schuss. Nach deutlichen Zeichnen und einer Fluchtstrecke von etwa 15m fiel das Schmalreh um und verendete. Die Ricke sprang zunächste 50m ab, blieb dann aber stehen sicherte zurück. Als sie nach etwa 10 Minuten immer noch nicht abspringen wollte, baumte ich dennoch ab und ging zum Stück.
Der Schuss saß gemäß gewähltem Haltepunkt (weil ich eingeladen war wollte ich Wildpretentwertung vermeiden) etwa 15cm hinter dem Blatt, der Ausschuss – da das Stück leicht schräg stand – direkt hinter dem Blatt gegenüber. Die Wirkung des Winchester 11,7g Silvertip war nicht zu beanstanden.
Das Schmalreh wog aufgebrochenen 11 Kilogramm.
Jagdgelegenheit gesucht
Ich suche Jagdgelegenheiten im norddeutschen Raum.
Dazu zählen für mich in die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Also im Wesentlichen alles, was in zwei Autostunden von Berlin oder Hamburg erreicht werden kann.

Ich freue mich über jedes Angebot, sei es ein Einzelabschuss, eine Drückjagdeinladung, ein Begehungsschein oder was auch immer.
Ob für den Ansitz an der Kirrung bei Mondschein oder die eine Erntejagd am Mais oder Raps auf Schwarzwild, die Bockjagd, eine Bewegungsjagd oder einfach Ansitz oder Pirsch auf weibliches Rehwild, Damwild, Rotwild, Sauen oder Raubwild, alle Angebote sind willkommen. Ebenso natürlich Niederwildjagden z.B. Treibjagden auf Hasen und Fasanen, Taubenjagd, Ansitz am Enten- und Gänsestrich oder dergleichen.
Waidgerechte Jagd ist für mich selbstverständlich, Wildpretübernahme gerne möglich.
Ich bin am besten über dieses Kontaktformular zu erreichen:
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Septemberbock
An einem schönen Septemberabend im letzten Jahr saß ich auf einer offenen Kanzel mit Weitblick. Schon auf über 200m sah ich den Bock aus dem Bestand gegenüber austreten. Zum Glück kam er langsam weiter hinaus auf die freie Fläche und damit in meine Richung. Doch das Licht wurde langsam knapper, so dass ich mich gegen 19:45h zum Schuss auf etwa 120m entschloss. Ich hatte meinen 98er Repetierer im Kaliber 8x68S mit Brenneke Patronen mit dem 14,5g TOG dabei. Das Geschoss traf den Gabler tiefblatt, er lief noch etwa 30-40m in meine Richtung und brach dann zusammen.
Das habe ich bei Böcken, die ich auf über 100m beschossen habe, schon öfter beobachten können. Anscheinend können sie nicht so genau orten wo der Schuss herkam und laufen daher nach dem Schuss in Richtung der nächsten Deckung, in diesem Fall genau auf mich zu. Bei Böcken, die ich auf 50m oder sogar darunter geschossen habe, kommt soetwas fast nie vor, sie flüchten vom Schussknall weg, auch wenn das nicht in Richtung der nächsten Deckung ist.
Sitzkissen
Früher war das Sitzkissen in meinem Jagdrucksack grün, so wie auch der Rest meiner Ausrüstung. Nachdem ich jetzt ein paarmal auf dem Hochsitz vergessen habe, verwende ich jetzt ein rotes oder orangefarbenes Sitzkissen. Dies fällt mir beim Verlassen des Hochsitzes viel eher ins Auge, so dass ich es noch nie vergessen habe. Und sind wir mal ehrlich, das Wild sieht’s eh nicht, die Farbe ist also völlig egal!
Neuerdings verwende ich ein selbstaufblasendes Sitzkissen von Globetrotter, dass nur fünf Euro gekostet hat. Es ist auf der einen Seite orange, auf der anderen blau und funktioniert wie eine Therm-a-Rest Matte. Es lässt sich daher sehr klein zusammenrollen und nimmt im Rucksack kaum Platz weg. Anders als ein Kissen aus Filz saugt es sich auch nicht voll wenn es nass wird.
Update: Meines gibt es wohl derzeit nicht mehr bei Globetrotter, aber ein sehr ähnliches in hellgrün (Mist, doch wieder grün
), ist hier zu finden.
Sechser in der Blattzeit
Hier der Abschussbericht eines weiteren Sechsers, den ich in der Blattzeit 2008 erlegen konnte. Der 3-4 jährige Bock kam etwa 10 Minuten nach einer längeren Blattserie. Er kam weder stürmisch noch besonders zielstrebig auf meinen Hochsitz zu, jedoch konnte ich eindeutig feststellen, dass er die Quelle der Blattlaute suchte.
Als er auf etwa 70m breit stand, schoss ich mit meiner bewährten 7×64 und dem 11,5g TIG Geschoss hinter das Blatt. Der Bock verendete nach kurzem Schlegeln am Anschuss. Die Wirkung der RWS Werksladung war mal wieder hervorragend, auch wenn der Schuss eigentlich etwas zu weit hinten saß. Der Bock stand doch schräger als ich gedacht hatte, wie ich beim Betrachten des Ausschusses feststellen musste.
Gerade im Waldrevier wie diesem bewährt sich das Blatten für mich sehr. Ich denke viele Böcke hätte ich ohne meinen Blatter nie zu Gesicht bekommen.
Sechser im letzten Büchsenlicht
Für die letzte halbe Stunde Büchsenlicht wechselte ich noch einmal den Blattstand. Nachdem ich fünf Minuten still saß, ließ ich mit meinen Buttolo Gummiblatter die erste Strophe erklingen. Schon nach Sekunden hörte ich ein Stück Wild heranpreschen. Vorsichtig lugte ich über die Kanzelbrüstung uns sah direkt unter mir eine Ricke, die wohl nach ihrem Kitz Ausschau hielt. Sie lief unter meinem Hochsitz hin und her. Ich blieb still sitzen. Auf einmal sah ich noch ein weiteres Stück vor meinem Hochsitz. Ein kapitaler Sechser! Ich ging vorsichtig in Anschlag und schoss auf etwa 25m mit der 7×64, 11,5g TIG, hinters Blatt. Es war 21:45h. Der Bock zeichnete nicht und sprang sofort ab. Da das Unterholz sehr dicht war, konnte ich ihn nicht mehr sehen, aber ich hörte es in einiger Entfernung rascheln.
Am Anschuss war reichlich Schweiss und ich konnte der Schweissfährte im Licht meiner Taschenlampe ohne Hund folgen. Nach etwa 40m Fluchtstrecke fand ich den Bock, ein etwa 5-jähriger Sechser!
Sechser im Altholz
Ich saß in einer hohen Kanzel im Altholz, etwa 200m vom Waldrand entfernt. Der Sechser kam gegen 21.30h aus den Feldern zurück in den Bestand. Ob er auf mein Blatten kam oder zufällig, kann ich nicht genau sagen. Als ich ihn auf etwa 150m sah, fing ich vorsichtig an zu blatten. Der Bock blieb sofort stehen und lauschte. Dann fing er an einen großen Bogen zu schlagen um sich Wind von mir zu holen. Aufgrund des lichten Altholzbestandes konnte ich ihn dabei die ganze Zeit gut beobachten. Auf eine Entfernung von etwa 80m blieb er breit stehen, so dass ich schiessen konnte. Das 11,5g TIG Geschoss aus meiner 7×64 traf ihn hinter dem Blatt. Er machte noch einen Satz und blieb dann 2m vom Anschuss entfernt liegen.
