Posts Tagged ‘Ausrüstung’

Drückjagdoptik

Donnerstag, April 30, 2009
geschrieben von magnus

Ich hatte bisher ein Zeiss Z-Point und ein Swarovski 1,5-6×42 Absehen 4 auf meiner BAR. Beides für sich Spitzenoptiken, ich möchte jetzt aber auf meiner neuen Bar Long Trac ein reines Drückjagdglas mit

1. einem Leuchtpunkt zur schnelleren Zielerfassung,
2. der Möglichkeit mit beiden Augen offen zu gucken, also unterer Vergrößerungsbereich maximal 1,25.

Daher werde ich auf die Long Trac ein 1-4×22 Meopta Meostar mit K-Dot Absehen montieren lassen, das gibt es schon für 700 Euro. In Tests liegt zwar die Lichttransmission mal ein Prozentpünktchen hinter den Premiummarken, aber bei einem ausschliesslich tagsüber genutzen Drückjagdglas spielt das für mich keine entscheidene Rolle. Dafür kostet es nicht mal die Hälfte eines Premiumglases. Es ist neuerdings auch mit Zeiss Schiene erhältlich.

Selbstladebüchse Browning Bar Long Trac

Montag, April 13, 2009
geschrieben von magnus

Ich habe mir kürzlich als Drückjagdwaffe eine Browning (FN) Bar Long Trac im Kaliber .30-06 mit Gelan Handspannung für die Drückjagd zugelegt, da ich zu dem Schluss gekommen bin, dass diese als Drückjagdwaffe das Optimum für mich darstellt. Da ich mir darüber recht viele Gedanken gemacht hatte, will ich die Entscheidung kurz erläutern.

Mir ist klar das es unter Waidmännern erhebliche Vorbehalte gegenüber Selbstladebüchsen gibt. Wer mit einer solchen bei einer Drückjagd erscheint, wird schnell als unwaidmännischer Schiesser dargestellt. Dies halte ich jedoch für Unsinn. Unwaidmännisch kann immer nur der Schütze sein, drei Schuss in schneller Folge parat zu haben, kann alleine nichts Schlechtes sein. Es erscheint mir deutlich waidmännischer, mit einer Selbstladebüchse noch schnell einen dritten Schuss auf eine kranke Sau abgeben zu können, bevor diese das schützende Dickicht erreicht, als mit einer Doppelbüchse, bei der es erheblich länger dauert, bis man einen dritten Schuss geladen hat, die kranke Sau davonkommen zu lassen. Daher stellen für mich Selbstladebüchsen das Optimum in Sachen Drückjagdwaffe dar.

Vorher hatte ich eine BAR I in .300 Win Mag. An der hat mich jedoch gestört, dass
1. der Verschluss nur offen gehalten werden konnte, wenn der letzte Schuss raus war und das leere Magazin ihn blockierte,
2. das Magazin nur herausschwenkbar war (bzw. dann auch komplett entnehmbar, aber eben kein Steckmagazin)
3. die Hülsen manchmal (bei höherem Verschmutzungsgrad der Waffe) nicht komplett ausgeworfen wurden, sondern mit dem hinteren Teil zwischen Verschluss und Auswurffenster festklemmten.

BrandenburgSauenDrückjagdstand

Die Bar Long Trac hat einen Verschlussfang und ein Steckmagazin, was ein Magazinwechsel/Nachladen gegenüber einem Schwenkmagazin erleichtert. Die Bar II hat auch den Verschlussfang, aber noch das Schwenkmagazin, es gibt aber auch ein Umrüstkit auf Steckmagazin.

Die Bar ist eine der bewährtesten und meistverkauften SLBs der Welt.

Kaliber
An sich ist mir die .300 Win Mag lieber als die .30-06, weil sie deutlich rasanter ist und ich mir damit weniger Gedanken über den Vorhaltewinkel machen muss. Der Vorteil der .30-06 liegt allerdings darin, dass sie
1. keinen Gürtel hat (das Auswurfproblem soll wohl vor allem bei Gürtelhülsen aufgrund der Hecklastigkeit auftreten),
2. billigere Übungsmunition verfügbar ist (für die .300 Win Mag gibt es kaum Munition unter 35 Euro, für die .30-06 gibt es Cineshot für 15 Euro),
3. weniger unter der kurzen Lauflänge von 51 cm “leidet”.

Die 9,3×62 wäre grundsätzlich auch eine interessante Alternative, sie hat keinen Gürtel, kommt mit dem kurzen Lauf gut zurecht, ist aber langsamer als die .30-06 und die Munition teurer. Aber immerhin ist Cineshot verfügbar, wenngleich auch nicht ganz so günstig wie für die .30-06.

Desweiteren erhoffe ich mir auch eine höhere Wildbretschonung vom Kaliberwechsel. Die .300 WinMag ist so stark, dass das eine oder andere Kitz mit der Erlegung auch schon aufgebrochen war. Dies ist aber natürlich vor allem eine Frage des Geschosses, nicht des Kalibers. Teilmantelgeschosse auf schwaches Rehwild sind sicher nicht optimal, bei der neuen Waffe werde ich das recht harte Kupferjagdgeschoss von Möller verwenden.

Handspannung
Neben der Sauer 303 gibt es meines Wissens nach keine weitere SLB mit Handspannung. Die Sauer 303 war mir zu teuer, selbst wenn die Magazine funktionieren würden, was derzeit noch nicht der Fall ist. Dennoch wollte ich gerne eine SLB mit Handspannung haben. Dies liegt daran, dass ich die Waffe auch mal als Durchgehschütze oder auf der Pirsch verwenden möchte und die Bar normalerweise nur eine nicht sehr vertrauenserweckende Druckknopfsicherung im Abzugsbügel hat. Nur mit dieser gesichert möchte ich nicht mit einer geladenen Waffe auf der Schulter rumlaufen, wenn man sie unterlädt hat man aber nur noch einen Schuss in Reserve, daher habe ich mir die Bar mit Gelan Handspannung gekauft, so kann ich sie dreischüssig sicher führen. Ich glaube die Bar mit Handspannung wurde in Deutschland nur von Frankonia vertrieben, auf dem Gebrauchtmarkt ist sie jedenfalls sehr selten, man kann die Handspannung aber auch nachrüsten.
Wenn man die SLB nur auf dem Stand lädt, sichert und in die Ecke stellt, braucht man natürlich keine Handspannung, wenn man die Waffe wie ich auch mal auf der Schulter mit sich rumtragen möchte ist das aber eine sehr beruhigende Zusatzfunktion.

Nachtrag: Der Wild und Hund 21/2009 lag ein Sonderdruck mit einem Vergleichstest von neun Selbstladebüchsen bei.

Sitzkissen

Montag, November 10, 2008
geschrieben von magnus

Früher war das Sitzkissen in meinem Jagdrucksack grün, so wie auch der Rest meiner Ausrüstung. Nachdem ich jetzt ein paarmal auf dem Hochsitz vergessen habe, verwende ich jetzt ein rotes oder orangefarbenes Sitzkissen. Dies fällt mir beim Verlassen des Hochsitzes viel eher ins Auge, so dass ich es noch nie vergessen habe. Und sind wir mal ehrlich, das Wild sieht’s eh nicht, die Farbe ist also völlig egal!

Neuerdings verwende ich ein selbstaufblasendes Sitzkissen von Globetrotter, dass nur fünf Euro gekostet hat. Es ist auf der einen Seite orange, auf der anderen blau und funktioniert wie eine Therm-a-Rest Matte. Es lässt sich daher sehr klein zusammenrollen und nimmt im Rucksack kaum Platz weg. Anders als ein Kissen aus Filz saugt es sich auch nicht voll wenn es nass wird.

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Update: Meines gibt es wohl derzeit nicht mehr bei Globetrotter, aber ein sehr ähnliches in hellgrün (Mist, doch wieder grün :-) ), ist hier zu finden.

Der Buttolo Gummiblatter

Montag, August 4, 2008
geschrieben von magnus

Ich benutze seit einigen Jahren bei der Rehbockjagd in der Blattzeit den Buttolo Gummiblatter mit großem Erfolg.

Gerade im Waldrevier bekommt man die Böcke nach meiner Erfahrung selten zu Gesicht, in der Blattzeit sind sie aber sehr aktiv und springen hervorragend aufs “Blatt”, in diesem Fall also auf den Gummiblatter, sofern man ihn richtig einzusetzen weiss.

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Ich blatte meistens nach der dem Buttolo Gummiblatter beiliegenden Empfehlung, allerdings nichts so starr nach der Uhr, wie dort vorgesehen, da mir dies zu unnatürlich erscheint. Für den Kitzfiep werden dort zwei Rufserien mit je fünf Einzelrufen und wechselnder Lautstärke vorgeschlagen. Zwischen den Einzelrufen liegen Rufpausen von zwei bis drei Sekunden, zwischen der Rufserien Beobachtungspausen von ca, 20 – 30 Sekunden. Wichtig ist es, nach dem letzten Blatten noch mindestens eine halbe Stunde auf dem Sitz zu bleiben, da sonst oftmals beim Abbaumen Böcke vertreten werden, die sehr vorsichtig waren und sich nur verhalten genähert haben.

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Ich habe nach Auswertung meines Jagdtagebuches in der Blattzeit am Abend häufiger Erfolg gehabt als in den frühen Morgenstunden. Viele blatten auch am späteren Vormittag oder frühen Nachmittag mit großem Erfolg. Dies habe ich noch nicht ausgiebig genug getestet, um mir hierüber ein Bild machen zu können.

Alles in allem bin ich mit dem Buttolo Gummiblatter sehr zufrieden. Seine Handhabung ist sehr leicht und die Gefahr einen falschen Ton hervorzubringen gering. Das fiepen ist allerdings sehr hoch. Wenn man den vorderen Ball abnimmt, kann man an der darunterliegenden Schraube jedoch die Tonhöhe variieren und so auch den Rickenfiep hervorbringen.