Posts Tagged ‘Frischling’

Klumpen im Nebel

Monday, September 21, 2009
geschrieben von magnus

Am Wochenende war ich endlich mal wieder in Mecklenburg-Vorpommern zur Jagd. Samstag morgen war der erste Ansitz. Da mein Hochsitz draussen auf den Wiesen war, musste ich früh raus um noch in der Dunkelheit ungesehen zur Kanzel zu gelangen. Dort saß ich dann eine Weile im Dunkeln, bevor die Dämmerung langsam anbrach.

Als die Dinge langsam Formen annahmen und das erste Büchsenlicht näher rückte, sah ich plötzlich im Morgennebel in der Wiese vor mir ein paar schwarze Klumpen, die sich bewegten. Es war eine Rotte Sauen, die in meine Richtung wechselte, zwei Bachen und etwa 10-12 Frischlinge.

Als sie mich in etwa 60 Meter Entfernung passierten, versuchte ich mitzuschwingen und einen der Frischlinge ins Zielfernrohr zu bekommen. Doch dafür war es noch zu dunkel, ich konnte sie nicht ins Glas bekommen. Sicherlich ist das Zeiss 2,5-10×52 mit Absehen 11 auf der Waffe auch nicht das ideale Glas für diese Situation. Zum Glück verhoffte die ganze Rotte noch einmal etwa 70 Meter hinter mir. Die meisten Frischlinge verschoben sich, so dass ich keinen frei bekam, einer stand jedoch zwei Meter abseits. Den nahm ich ins Visier und schoss.

Das 19g TUG Geschoss aus der 9,3×62 traf den Frischling (Frischlingsbache, 13kg aufgebrochen) hoch Blatt. Er blieb sofort liegen, der Rest der Rotte flüchtete Richtung Wald, so dass ich nicht noch einmal zu Schuss kam, weil ich nicht spitz von hinten schiessen wollte. Es war 6:05 Uhr und gerade genug Licht um zu schiessen.

Zum Glück war ich so früh rausgegangen, im Juli bin ich bei diesem Licht meistens noch nicht draussen, dann ist es aber auch vier Uhr und nicht sechs, vielleicht entgeht mir da die eine oder andere Sau. Aber normale Menschen schlafen ja nunmal auch irgendwann …

Später gegen 6:40 Uhr kam dann noch ein Fuchs, der auf der frisch gemähten Wiese Mäuse jagte. Auf meine Hasenklage reagierte er leider überhaupt nicht, zu mäuseln war er zu weit weg, so musste ich so auf eine Gelegenheit warten. Bevor er wieder in Wald schnürte, blieb er noch einmal stehen. Ich schoss ihm auf 120 Meter in den Kopf. Auch er blieb natürlich sofort liegen.

Morgendliche Beute

Sunday, July 19, 2009
geschrieben von magnus

Heute morgen saß ich zunächst auf einem Hochsitz am Waldrand an, nachdem dort nichts los war, bin ich dann pirschen gegangen. Nach etwa 20 Minuten, ich war gerade am Waldrand, raschelte es vor mir in den Brombeerbüschen. Ich ging sofort in die Hocke um mich klein und unauffällig zu machen (ich hatte aber natürlich auch Tarnkleidung an …), da kam auch schon eine Bache 10 Meter vor mir aus den Büschen. Hinter ihr etwa ein Dutzend Frischlinge sowie zwei weitere Bachen. Sie zuckelten vor mir den Hang hoch, als ich auf etwa 40 Meter auf einen verhoffenden Frischling zu Schuss kam. Er blieb sofort am Anschuss, zuckte noch etwa 20 Sekunden und war verendet. Es war 6.05h. Der Schuss ging auf dem Blatt rein und 10cm hinter dem Blatt auf der anderen Seite wieder raus.

Nach dem Bergen und Versorgen des Frischlings pirschte ich weiter. Nach einer Dreiviertelstunde konnte ich auf etwa 200 Meter einen Bock ausmachen. Ich sah sofort, dass es sich um einen kapitalen Bock handelte. Er stand im hohen Gras, so dass er schwer zu sehen war. Andererseits konnte er mich so auch schlechter eräugen, so dass ich ihn gut anpirschen konnte und auf eine Entfernung von ca. 90 Meter mein Dreibein hinter einem kleinen Busch aufbauen konnte. Als der Bock breit stand, schoss ich um 07.00h mit der 7×64. Das Teilmantelgeschoss fasste den Bock wieder etwas tief hinten, er lag aber nach 20 Meter Fluchtstrecke. Ein kapitaler Rehbock, ungerader Sechser, mit starker Perlung.

Drei Schweinchen am Raps

Sunday, May 17, 2009
geschrieben von magnus

Gestern abend saß ich an einem Knick, vor mir ein etwa 100 Meter breiter Streifen Wiese, links davon der Wald und rechts davon der Raps. Gegen 20.30h kam eine Rotte Schwarzwild, zwei Bachen und etwa 10 Frischlinge, die Rapskante entlanggezuckelt. Als sie etwa 80 Meter von mir kurz stehen blieben, schoss ich mit der 7×64 und dem 10,7g Geco TM auf zwei Frischlinge, die hintereinander standen. Beide lagen sofort, die restlichen Sauen verschwanden im Raps.

Eine Dreiviertelstunde später kamen ein Stück weiter entfernt, etwa 120 Meter, vier Überläufer aus dem Raps und begannen in der Wiese zu brechen. Das am weitesten links stehende Stück beschoss ich kurz hinter das Blatt. Zwei der Überläufer flüchteten auf den Schuss hin in den Raps, der beschossene und ein weiterer flüchteten über die Wiese Richtung Waldkante. Wenige Meter vor dem Wald fiel das beschossene Stück tot um. Glück gehabt, denn die Waldkante war Grenze. Das andere Schweinchen verhoffte noch kurz am Waldrand und verschwand dann im Wald.

Wie sich herausstellte war das Stück eine Überläuferbache von etwa 30kg. Mit dem Herzschuss war sie noch etwa 70 Meter geflüchtet.

Leider habe ich keine Fotos mehr machen könnten, weil es schon zu dunkel war.