Posts Tagged ‘Jagdunfall’
Blockierter Lauf geplatzt
Hier sieht man, was passieren kann, wenn Schmutz oder Schnee den Lauf blockieren und der Gasdruck nicht entweichen kann. Besser einen Mündungsschutz verwenden, Finger von Latex-Handschuhen gehen ganz gut oder einfach Tesafilm, Isolierband oder Schusspflaster.
Tödlicher Jagdunfall bei der Treibjagd
Am Samstag, dem 10. Januar 2009, gegen 15:15 Uhr, wurde ein an einer Treibjagd in der Feldgemarkung Einhausen/Bergstraße beteiligter 40jähriger Jäger aus Riedstadt/Kreis Groß-Gerau durch einen Schuß schwer verletzt und verstarb noch vor Ort.
An der Treibjagd auf Wildschweine waren insgesamt 37 Schützen und 12 Treiber beteiligt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen noch am Tatort aufgenommen.
Bislang ist der genaue Tathergang unklar, insbesondere die einzelnen Positionen der Jagdbeteiligten bei Schußabgabe. Die Schußwaffen aller Beteiligten wurden sichergestellt.
Seitens der Polizei geht man von einem Unfall aus; die Ermittlungen werden wegen fahrlässiger Tötung geführt.
Beinahe unbeabsichtigte Schussabgabe
Heute will darüber berichten, wie ich aus meiner Jagdbüchse beinahe einen unbeabsichtigten Schuss abgegeben hätte, was durchaus zu einem Jagdunfall hätte führen können. Ich war auf der Pirsch nach einem passenden Rehbock, als ich plötzlich rechts vor mir im Bestand Bewegung vernahm. Ein Bock. Der Bock hatte mich zuerst wahrgenommen und war schon am abspringen, jedoch in Richtung des Weges, auf dem ich unterwegs war. Ich blieb wie angewurzelt stehen, nahm meine 98er Repetierbüchse von der Schulter, entsicherte die Flügelsicherung und ging in den Anschlag, da ich hoffte der Bock würde noch einmal auf dem Weg verhoffen. Genauso geschah es auch, wie so oft blieb der Bock noch für eine Sekunde auf der Mitte des Weges stehen und sicherte zu mir herüber. Ich war etwa 50 Schritt von ihm entfernt, stach ein, brachte das Absehen 4 hinter dem Blatt zum Stillstand und drückte ab.
Doch außer einem Klicken passierte nichts. Naja, außer dass der Bock, ein geringer Gabler, weiter absprang. Da ich mir plötzlich nicht mehr sicher war, ob ich wirklich eine Patrone in der Kammer oder noch unterladen hatte, hob ich den Kammerstengel und öffnete die Kammer. Im Nachhinein muss ich sagen zum Glück, denn es befand sich sehr wohl eine Patrone in der Kammer. Der Schuss hatte sich nicht gelöst, weil ich die Flügelsicherung in der Eile nicht ganz bis nach links unten geführt hatte, sondern die letzten Millimeter ausgelassen hatte. Dies war kaum sichtbar, daher hatte ich es in der Aufregung nicht bemerkt. Wie ich später feststellte, “hing” der Schuss an diesem letzten Millimeter. Hätte ich nach dem Abdrücken bemerkt, dass die Sicherung nicht vollständig umgelegt ist, und den Flügel komplett nach links unten gedrückt, hätte sich ein Schuss gelöst!! Zum Glück hatte ich den Fehler zunächst woanders vermutet und den Kammerstängel angehoben und somit die Waffe neu gespannt. Sonst wäre der Schuss unkontrolliert losgegangen.

Natürlich ist das ein Bedienfehler, aber gerade in der Eile kann das leicht mal passieren. Diesen Mechanismus konnte ich bei meinen beiden 98ern feststellen, so dass ich vemute, dass es bauartbedingt bei allen 98ern mit Flügelsicherung so sein wird. Seit dem achte ich immer darauf, die Flügelsicherung vollständig umzulegen.
Der extrem lange und gebogene Sicherungsflügel dieser Waffe begünstigte wohl auch diesen Vorfall.

Damit dies nicht mehr passieren kann und um das Zielfernrohr niedriger montieren zu können, erwäge ich die Umrüstung auf eine Recknagel Secura Dreistellungssicherung oder eine AS.H., Niesser oder Seehuber Handspannung.
Ich werde berichten …
