Posts Tagged ‘Messer’

Schloss aufbrechen

Tuesday, August 25, 2009
geschrieben von magnus

Auch wenn heuzutage oftmals empfohlen wird zu ringeln, das Schloss also beim Aufbrechen noch nicht zu öffnen, um ein Austrocknen der Keulen zu verhindern,  ziehe ich es vor immer noch vor, das Schloss gleich aufzubrechen.

Bei Rehwild – gerade jüngerem – geht das natürlich mit dem Jagdmesser (es sein denn es bricht kaputt, wie es mir bei Klappmessern schon ein paar mal passiert ist). Je größer und älter das Stück jedoch ist, desto schwerer fällt das Öffnen des Schlosses mit dem Messer.
Auf Drückjagden habe ich daher manchmal eine kleine Axt dabei um auch das Schloss von größerem Schalenwild aufbrechen zu können. Hierfür verwende ich eine Axt von Gerber. Sie ist nicht zu groß und schwer, aber absolut ausreichend um auch das Schloss eines großen Stückes Schwarz- oder Rotwildes knacken zu können. Das geht mit wenigen Hieben, wenn man nicht gerade danebenhackt, was gerade bei schlechten Lichtverhältnissen schon mal vorkommt. Sie hat einen gummierten Griff, so dass sie nicht aus der Hand rutscht. Für die Pirsch ist mir die Axt zu schwer, bei der Drückjagd muss ich jedoch meist nicht weit laufen, da macht das bisschen Mehrgewicht nichts aus. Außerdem hat sie noch ein kleines Backup-Messer im Griff, so etwas gefällt mir!

Gerber Axt

Gute Erfahrungen habe ich auch mit speziellen Aufbrechsägen gemacht, die einen T-förmigen Griff haben und darunter ein kurzes Sägeblatt, welches mit einem stumpfen Ende begrenzt wird, damit man nicht im Fleisch hängen bleibt.

Ich habe bisher zwei Fabrikate von Aufbrechsägen getestet, die Sagen Saw und die Gerber E-Z Saw.

Gerber E-Z Saw

Die Sagen Saw ist leider nicht rostfrei, so dass das Sägeblatt recht schnell rostet. Besser gefällt mir die Gerber, sie liegt bequemer in der Hand, die Sägezahnung ist besser und das Sägeblatt ist rostfrei. Und billiger als die Sagen ist sie auch noch.

Klappmesser taugen nichts

Saturday, July 25, 2009
geschrieben von magnus

Ok, vielleicht eine etwas pauschalierende Überschrift, aber meine Erfahrung ist nunmal: Klappmesser sind dem jagdlichen Dauereinsatz nicht gewachsen. Ich habe inzwischen ein Herbertz-Klappmesser, ein Gator von Gerber und ein Folding Field Knife (welches immerhin über 200 Euro kostet) von Kershaw kaputtgemacht, spätestens nach ein paar Jahren waren sie alle hinüber. Manche mögen die Lebensdauer für angemessen halten, wenn ein 60 Euro Messer fünf oder meinetwegen auch zehn Jahre hält, aufs Jahr umgelegt ist das natürlich auch nicht viel, aber Messer mit feststehender Klinge sind ja auch nicht teuer und halten ewig.

In der vergangenen Woche habe ich beim Aufbrechen eines älteren Bockes das Gerber Gator kaputtgemacht. Gerber Gator

Auf den Bildern ist das ersichtlich, oben ist der Griff kaputtgebogen. IMG_3318 Dadurch wird die Klinge nicht mehr zuverlässig offengehalten, wenn man mit Druck versucht das Schloss aufzuhebeln.