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Krankes Schmalreh

Monday, September 21, 2009
geschrieben von magnus

Am Samstag Abend hatte ich mal wieder schon auf dem Weg zum Ansitz Erfolg. Der Pirschpfad zum Hochsitz führt etwa 300 Meter durch den Bestand, dann kommt man auf eine Wiese an deren Rand man noch etwa 50 Meter entlanggeht zum Hochsitz. Doch so weit kam ich diesmal garnicht. Als ich an den Waldrand kam, sah ich direkt ausserhalb des Bestandes, nur etwa 40 Meter vor mir, ein Schmalreh in der Sonne äsen. Es hatte wohl das Rascheln des trocknen Laubes vernommen, dass ich beim Gehen verursacht hatte, denn es sicherte zu mir zurück. Ich blieb regungslos stehen. Da das Schmalreh in der Sonne stand und ich im Schatten und da ich natürlich Realtree-Tarnkleidung trug, konnte es mich wohl nicht sehen. Der Wind stand auch günstig von links, so dass es nach ein paar Minuten weiteräste und ich mich bis zur letzten Eiche am Waldrand vorschleichen konnte.

An die Eiche angebackt wartete ich nun darauf, dass das Schmalreh sich breit stellte, denn einen texanischen Herzschuss spitz von hinten durch das Weidloch wollte ich nicht anbringen. Das Stück zog langsam weiter nach vorne, ohne mir jemals die Breitseite zu zeigen. Ich versuchte selbst ein paar Schritt zur Seite zu gehen und an einem großen Stein schräg vor mir anzubacken, doch das Rascheln der Blätter war zu laut und das Schmalreh sicherte schon wieder zu mir zurück, so dass ich zurück zur Eiche kam, weil mir das Risiko, dass es mich wahrnimmt und abspringt, zu groß war.

Irgendwann, nach dem ich mehrere Minuten im Anschlag gewartet hatte, machte das Stück mit den Vorderläufen einen kleinen Schritt nach rechts, so dass ich spitz von hinten hinter das Blatt schiessen konnte.

Das Stück machte auf der Stelle “down”. Der Einschuss des 19g TUG Geschosses aus der 9,3×62 saß rechts hinter dem Blatt und der Ausschuss vorne links neben dem Stich.
Das Stück war sehr abgekommen, man konnte die eingefallenen Flanken sehen, die Wirbelsäule stand deutlich hervor und der Spiegel war ganz verschmutzt. Insofern ein guter Hegeabschuss!

Ein Schmalreh

Saturday, May 9, 2009
geschrieben von magnus

Nachdem der Abend mir keinen jagdlichen Erfolg gebracht hatte, saß ich am folgenden Morgen erneut auf der überdachten Leiter an, in der Hoffnung einen weiteren Knopfbock oder ein Schmalreh erlegen zu können.

Nachdem der Morgen zunächst sehr nebelig war und ich die erste Stunde fast garnichts sehen konnte, verzog sich der Nebel mit der aufgehenden Sonne und gab mir den Blick auf die umliegenden Wiesen frei. Rechts konnte ich in der Entfernung zwei kantige Ricken sehen, die wohl kurz vor dem Setzen sein mussten, denn sie sahen aus als würden sie fast platzen.

Dann zogen mir gegenüber auf etwa 200m eine Ricke und ein Schmalreh in die Wiese und ästen langsam weiter in meine Richtung.

Als wie auf etwa 100 m herangekommen waren, und das Schmalreh einigermaßen breit stand, kam ich mit der .308 zu Schuss. Nach deutlichen Zeichnen und einer Fluchtstrecke von etwa 15m fiel das Schmalreh um und verendete. Die Ricke sprang zunächste 50m ab, blieb dann aber stehen sicherte zurück. Als sie nach etwa 10 Minuten immer noch nicht abspringen wollte, baumte ich dennoch ab und ging zum Stück.
Der Schuss saß gemäß gewähltem Haltepunkt (weil ich eingeladen war wollte ich Wildpretentwertung vermeiden) etwa 15cm hinter dem Blatt, der Ausschuss – da das Stück leicht schräg stand – direkt hinter dem Blatt gegenüber. Die Wirkung des Winchester 11,7g Silvertip war nicht zu beanstanden.

Das Schmalreh wog aufgebrochenen 11 Kilogramm.