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Sau und Bock
Heute morgen saß ich wieder auf der langen Schneise in der grünen Hölle.
Um viertel vor sechs raschelte es hinter mir im Bestand. Also legte ich schon mal die Waffe auf die Brüstung und wartete. Schon wechselte ein Überläuferkeiler über die Schneise. Ich konnte gerade noch halbspitz von hinten schiessen, bevor er auf der anderen Seite einwechseln konnte. Sofort sah ich Innereien aus dem Einschuss herausquellen, so dass ich wusste, dass ich gut getroffen hatte. Der Überläufer lief noch etwa 40 Meter in den Bestand hinein. Am Anschuss fand ich Leberstückchen. Schweiss war nicht auf der Fährte, aber ich konnte einfach dem Wechsel folgen und fand den Überläufer schnell. Der Ausschuss saß vor dem Blatt gegenüber, der Winkel war also recht spitz.
Nach dem ich die Sau aufgebrochen (Gewicht aufgebrochen 46kg) und zur Schneise gezogen hatte, setzte ich mich wieder auf meinen Hochsitz. Eigentlich rechnete ich nicht unbedingt mit erneutem Anlauf, nachdem ich durch das Bergen der Sau ein riesen Hallo im Wald verursacht hatte. Doch nach 20 Minuten wechselte plötzlich 30 Meter vor mir ein Böckchen über die Schneise. Ich pfiff ihn kurz an und schoss, als er verhoffte, aufs Blatt. Der Bock verendete im Knall. Ein geringer Jährlings-Spießer lag auf der Strecke.
Rothirsch gesichtet, Überläufer erlegt
Gestern morgen saß ich wieder auf einem meiner Lieblingshochsitze am Schilf. Von hier hatte ich im September zuletzt die Klumpen im Nebel gesehen.
Zunächst waren eine Ricke und ein Schmalreh zu sehen, allerdings von hier aus zu weit weg um das Schmalreh zu schiessen.
Dann stand plötzlich ein Rothirsch auf der Wiese. Ich dachte zunächst ich träume, denn Rotwild ist in diesem Revier höchst ungewöhnlich. Ich hatte hier noch nie Rotwild gesehen, erst recht keinen Hirsch! Ich zückte daher schnell meine Kamera (für diese Fälle habe ich mir kürzlich eine Panasonic Lumix DMC-ZX1, eine Pocketkamera mit 8-fach optischen Zoom, gekauft). Es war aber erst 5:35h und daher noch recht dunkel, daher sind die Bilder nicht besonders gut geworden. Aber zu Beweiszwecken reichen sie! So weit Dunkelheit und Bast dies zuliessen, habe ich den Hirsch als einen ungeraden Achter angesprochen.
Vom Fotografieren des Hirsches abgelenkt, wäre mir fast entgangen, dass zwei Überlaufer die Wiese auf der anderen Seite überquerten, wohl auf dem Rückweg aus dem Feld in den Wald. Diesen erreichte allerdings nur einer, denn als sie in einen langsamen Troll verfielen, trug ich dem anderen das KJG aus der Browning Long Trac auf etwa 130 Meter Entfernung an. Er lag sofort mit dem Schuss hochblatt. Es handelte sich um einen 30kg Überläuferkeiler.
Beim Bergen des Stückes sah ich, dass die Sauen die Wiese an der Stelle, an der ich den Überläufer erlegte, ganz schön zugerichtet haben. Damit hat es jetzt zumindest bei diesem Schweinchen ein Ende…
Erstes Stück Wild mit dem KJG
Am Samstag abend konnte ich im allerletzten Licht einen Überläufer strecken.Ich saß auf der gleichen Kanzel, von der ich letztes Jahr drei Schweinchen an einem Abend erlegen konnte. Es regnete teilweise heftig an dem Abend. Die offene Kanzel hat zwar ein Dach, da sie aber auch für Drückjagden genutzt wird, sind die Seitenöffnungen sehr groß, so dass ich durch den leicht seitlich kommenden Regen sehr nass wurde. Zum Glück hatte ich nicht nur eine Goretex Jacke, sondern auch die Regenhose angezogen! Bis auf ein Damspießer und ein paar Hasen war nichts los bei mir. In der Ferne sah ich ein paar Stück Rehwild, die aber nicht annähernd in Schussnähe kamen.
Für Böcke endete das Büchsenlicht gegen 21:15h, ich endschied mich aber noch ein bisschen sitzen zu bleiben, da man Sauen durchaus noch ansprechen konnte bei dem Licht. Um 21:25h raschelte es hinter mir. Aus dem Raps kamen sechs Überläufer und fingen an auf dem Acker zu brechen. Sie standen nur etwa 25m etfernt. Da alle gleich groß waren, beschoss ich das erste frei und breit stehende Stück. Die 28kg Überläuferbache lag im Knall, die anderen fünf Überläufer gingen stiften. Mein erstes Stück Wild mit dem 8g KJG aus der .30-06!
Bewegungsjagd in Mecklenburg-Vorpommern
An diesem Wochenende war ich auf einer Ansitzdrückjagd in Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Ich saß auf einer etwa 50 Meter breiten Schneise auf einem offenen Hochsitz. Der Stand sah vielversprechend aus. Leider war dann im Verlauf der Jagd wenig los an meinem Sitz. Bei mir kamen nur ein Rehbock, ein Hund, ein Hase und ein Treiber, allesamt Kreaturen, die nicht gerne auf der Strecke gesehen werden.
So blieb der Lauf meiner .30-06 kalt und ich Schneider.
Die Rehe konnte ich von meinem Hochsitz aus draußen im Feld (außerhalb der Reviergrenze) beobachten, wie sie sich von der Knallerei im Wald in sicherem Abstand hielten. So hätte ich es auch gemacht, schlaue Rehe!
Es lagen insgesamt 32 Stück Wild: ein Damtier, 16 Sauen, 14 Rehe und ein Fuchs.
Erste Drückjagd des Jagdjahres
Ich war neulich auf meiner ersten Drückjagd der Saison beim Forst Brandenburg. Leider ohne Erfolg. Dabei wollte ich doch meine Browning Bar Long Trac gerne mal einsetzen, die zwar immer noch kein Drückjagdglas hat, sondern immer noch das alte Swarovski 1,5-6×42, aber die ich inzwischen auf das 8g KJG in .30-06 eingeschossen habe.
Es lagen überhaupt nur fünf Stück Wild auf der Strecke, zwar ein Hirsch (ungerader Zehner), aber nur eine Sau und drei Stück Rehwild. Für 50 Schützen nicht gerade berauschend viel.
Ein Rudel Rotwild von etwa zwölf Stück kam zwar auch bei mir, aber auf 100 Meter Entfernung kann man in dem Stangenholz schon lange nicht mehr auf bewegte Ziele schiessen, weil sich die Bäume so hintereinader verschieben, dass kaum noch Lücken vorhanden sind. Zwar wurden ein paar schmale Schussschneisen geschlagen, aber das Wild überfällt diese Schneisen so schnell, dass an schiessen nicht zu denken ist.
Überhaupt ist man nach ein paar Stunden auf dem Hochsitz kurz davor, von den eintönigen Kiefernbeständen Depressionen zu bekommen! Da lob ich mir doch einen ausgewogenen Mischwald!
Klumpen im Nebel
Am Wochenende war ich endlich mal wieder in Mecklenburg-Vorpommern zur Jagd. Samstag morgen war der erste Ansitz. Da mein Hochsitz draussen auf den Wiesen war, musste ich früh raus um noch in der Dunkelheit ungesehen zur Kanzel zu gelangen. Dort saß ich dann eine Weile im Dunkeln, bevor die Dämmerung langsam anbrach.
Als die Dinge langsam Formen annahmen und das erste Büchsenlicht näher rückte, sah ich plötzlich im Morgennebel in der Wiese vor mir ein paar schwarze Klumpen, die sich bewegten. Es war eine Rotte Sauen, die in meine Richtung wechselte, zwei Bachen und etwa 10-12 Frischlinge.
Als sie mich in etwa 60 Meter Entfernung passierten, versuchte ich mitzuschwingen und einen der Frischlinge ins Zielfernrohr zu bekommen. Doch dafür war es noch zu dunkel, ich konnte sie nicht ins Glas bekommen. Sicherlich ist das Zeiss 2,5-10×52 mit Absehen 11 auf der Waffe auch nicht das ideale Glas für diese Situation. Zum Glück verhoffte die ganze Rotte noch einmal etwa 70 Meter hinter mir. Die meisten Frischlinge verschoben sich, so dass ich keinen frei bekam, einer stand jedoch zwei Meter abseits. Den nahm ich ins Visier und schoss.
Das 19g TUG Geschoss aus der 9,3×62 traf den Frischling (Frischlingsbache, 13kg aufgebrochen) hoch Blatt. Er blieb sofort liegen, der Rest der Rotte flüchtete Richtung Wald, so dass ich nicht noch einmal zu Schuss kam, weil ich nicht spitz von hinten schiessen wollte. Es war 6:05 Uhr und gerade genug Licht um zu schiessen.
Zum Glück war ich so früh rausgegangen, im Juli bin ich bei diesem Licht meistens noch nicht draussen, dann ist es aber auch vier Uhr und nicht sechs, vielleicht entgeht mir da die eine oder andere Sau. Aber normale Menschen schlafen ja nunmal auch irgendwann …
Später gegen 6:40 Uhr kam dann noch ein Fuchs, der auf der frisch gemähten Wiese Mäuse jagte. Auf meine Hasenklage reagierte er leider überhaupt nicht, zu mäuseln war er zu weit weg, so musste ich so auf eine Gelegenheit warten. Bevor er wieder in Wald schnürte, blieb er noch einmal stehen. Ich schoss ihm auf 120 Meter in den Kopf. Auch er blieb natürlich sofort liegen.
Morgendliche Beute
Heute morgen saß ich zunächst auf einem Hochsitz am Waldrand an, nachdem dort nichts los war, bin ich dann pirschen gegangen. Nach etwa 20 Minuten, ich war gerade am Waldrand, raschelte es vor mir in den Brombeerbüschen. Ich ging sofort in die Hocke um mich klein und unauffällig zu machen (ich hatte aber natürlich auch Tarnkleidung an …), da kam auch schon eine Bache 10 Meter vor mir aus den Büschen. Hinter ihr etwa ein Dutzend Frischlinge sowie zwei weitere Bachen. Sie zuckelten vor mir den Hang hoch, als ich auf etwa 40 Meter auf einen verhoffenden Frischling zu Schuss kam. Er blieb sofort am Anschuss, zuckte noch etwa 20 Sekunden und war verendet. Es war 6.05h. Der Schuss ging auf dem Blatt rein und 10cm hinter dem Blatt auf der anderen Seite wieder raus.
Nach dem Bergen und Versorgen des Frischlings pirschte ich weiter. Nach einer Dreiviertelstunde konnte ich auf etwa 200 Meter einen Bock ausmachen. Ich sah sofort, dass es sich um einen kapitalen Bock handelte. Er stand im hohen Gras, so dass er schwer zu sehen war. Andererseits konnte er mich so auch schlechter eräugen, so dass ich ihn gut anpirschen konnte und auf eine Entfernung von ca. 90 Meter mein Dreibein hinter einem kleinen Busch aufbauen konnte. Als der Bock breit stand, schoss ich um 07.00h mit der 7×64. Das Teilmantelgeschoss fasste den Bock wieder etwas tief hinten, er lag aber nach 20 Meter Fluchtstrecke. Ein kapitaler Rehbock, ungerader Sechser, mit starker Perlung.
Drei Schweinchen am Raps
Gestern abend saß ich an einem Knick, vor mir ein etwa 100 Meter breiter Streifen Wiese, links davon der Wald und rechts davon der Raps. Gegen 20.30h kam eine Rotte Schwarzwild, zwei Bachen und etwa 10 Frischlinge, die Rapskante entlanggezuckelt. Als sie etwa 80 Meter von mir kurz stehen blieben, schoss ich mit der 7×64 und dem 10,7g Geco TM auf zwei Frischlinge, die hintereinander standen. Beide lagen sofort, die restlichen Sauen verschwanden im Raps.
Eine Dreiviertelstunde später kamen ein Stück weiter entfernt, etwa 120 Meter, vier Überläufer aus dem Raps und begannen in der Wiese zu brechen. Das am weitesten links stehende Stück beschoss ich kurz hinter das Blatt. Zwei der Überläufer flüchteten auf den Schuss hin in den Raps, der beschossene und ein weiterer flüchteten über die Wiese Richtung Waldkante. Wenige Meter vor dem Wald fiel das beschossene Stück tot um. Glück gehabt, denn die Waldkante war Grenze. Das andere Schweinchen verhoffte noch kurz am Waldrand und verschwand dann im Wald.
Wie sich herausstellte war das Stück eine Überläuferbache von etwa 30kg. Mit dem Herzschuss war sie noch etwa 70 Meter geflüchtet.
Leider habe ich keine Fotos mehr machen könnten, weil es schon zu dunkel war.
Jagdgelegenheit gesucht
Ich suche Jagdgelegenheiten im norddeutschen Raum.
Dazu zählen für mich in die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Also im Wesentlichen alles, was in zwei Autostunden von Berlin oder Hamburg erreicht werden kann.

Ich freue mich über jedes Angebot, sei es ein Einzelabschuss, eine Drückjagdeinladung, ein Begehungsschein oder was auch immer.
Ob für den Ansitz an der Kirrung bei Mondschein oder die eine Erntejagd am Mais oder Raps auf Schwarzwild, die Bockjagd, eine Bewegungsjagd oder einfach Ansitz oder Pirsch auf weibliches Rehwild, Damwild, Rotwild, Sauen oder Raubwild, alle Angebote sind willkommen. Ebenso natürlich Niederwildjagden z.B. Treibjagden auf Hasen und Fasanen, Taubenjagd, Ansitz am Enten- und Gänsestrich oder dergleichen.
Waidgerechte Jagd ist für mich selbstverständlich, Wildpretübernahme gerne möglich.
Ich bin am besten über dieses Kontaktformular zu erreichen:
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