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Klumpen im Nebel
Am Wochenende war ich endlich mal wieder in Mecklenburg-Vorpommern zur Jagd. Samstag morgen war der erste Ansitz. Da mein Hochsitz draussen auf den Wiesen war, musste ich früh raus um noch in der Dunkelheit ungesehen zur Kanzel zu gelangen. Dort saß ich dann eine Weile im Dunkeln, bevor die Dämmerung langsam anbrach.
Als die Dinge langsam Formen annahmen und das erste Büchsenlicht näher rückte, sah ich plötzlich im Morgennebel in der Wiese vor mir ein paar schwarze Klumpen, die sich bewegten. Es war eine Rotte Sauen, die in meine Richtung wechselte, zwei Bachen und etwa 10-12 Frischlinge.
Als sie mich in etwa 60 Meter Entfernung passierten, versuchte ich mitzuschwingen und einen der Frischlinge ins Zielfernrohr zu bekommen. Doch dafür war es noch zu dunkel, ich konnte sie nicht ins Glas bekommen. Sicherlich ist das Zeiss 2,5-10×52 mit Absehen 11 auf der Waffe auch nicht das ideale Glas für diese Situation. Zum Glück verhoffte die ganze Rotte noch einmal etwa 70 Meter hinter mir. Die meisten Frischlinge verschoben sich, so dass ich keinen frei bekam, einer stand jedoch zwei Meter abseits. Den nahm ich ins Visier und schoss.
Das 19g TUG Geschoss aus der 9,3×62 traf den Frischling (Frischlingsbache, 13kg aufgebrochen) hoch Blatt. Er blieb sofort liegen, der Rest der Rotte flüchtete Richtung Wald, so dass ich nicht noch einmal zu Schuss kam, weil ich nicht spitz von hinten schiessen wollte. Es war 6:05 Uhr und gerade genug Licht um zu schiessen.
Zum Glück war ich so früh rausgegangen, im Juli bin ich bei diesem Licht meistens noch nicht draussen, dann ist es aber auch vier Uhr und nicht sechs, vielleicht entgeht mir da die eine oder andere Sau. Aber normale Menschen schlafen ja nunmal auch irgendwann …
Später gegen 6:40 Uhr kam dann noch ein Fuchs, der auf der frisch gemähten Wiese Mäuse jagte. Auf meine Hasenklage reagierte er leider überhaupt nicht, zu mäuseln war er zu weit weg, so musste ich so auf eine Gelegenheit warten. Bevor er wieder in Wald schnürte, blieb er noch einmal stehen. Ich schoss ihm auf 120 Meter in den Kopf. Auch er blieb natürlich sofort liegen.
Drückjagdoptik
Ich hatte bisher ein Zeiss Z-Point und ein Swarovski 1,5-6×42 Absehen 4 auf meiner BAR. Beides für sich Spitzenoptiken, ich möchte jetzt aber auf meiner neuen Bar Long Trac alles in einem Glas kombinieren,
1. einen Leuchtpunkt zur schnelleren Zielerfassung,
2. die Möglichkeit mit beiden Augen offen zu gucken, also unterer Vergrößerungsbereich maximal 1,25,
3. die Möglichkeit der bis zu sechsfachen Vergrößerung, da ich auch mal an der Feld-Waldkante sitze und auf 100m ein Kitz schiessen können möchte. Da ist mir eine Vergrößerung von 4x zu wenig.
Daher werde ich auf die Long Trac ein Swarovski Z6i 1-6×24 montieren lassen. Das ist nach meiner Recherche das beste (allerdings auch teuerste) Drückjagdglas auf dem Markt.
Wer sich mit einem 1-4×22 begnügen kann, kommt meiner Meinung auch mit dem Meopta Meostar mit K-Dot Absehen aus, das gibt es schon für 700 Euro. In Tests liegt zwar die Lichttransmission mal ein Prozentpünktchen hinter den Premiummarken, aber bei einem ausschliesslich tagsüber genutzen Drückjagdglas spielt das für mich keine entscheidene Rolle. Dafür kostet es nicht mal die Hälfte eines Premiumglases. Ich habe es bisher nur in Jagdgeschäften in der Hand gehabt und noch nicht in der Natur testen können, aber es scheint mir eine echte Alternative zu sein. Es ist neuerdings auch mit Zeiss Schiene erhältlich.
